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SENDETERMIN Do, 21.2.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Fett aber gesund So gut ist Lachs

Räucherlachs ist lecker und gesund. Besonders seine Omegea-3-Fettsäuren sind gefragt. Diese können wir nicht selber herstellen, und sie sind auch nur in wenigen Lebensmitteln vorhanden.


Lachs liefert reichlich Jod, Eisen und Mineralstoffe, dazu eine große Portion Omega-3-Fettsäuren: In 100 g Fisch sind fast 2 g enthalten (Der Tagesbedarf liegt bei Männern bei gut 1,6 g, bei Frauen bei 1,1 g). Sie sind vor allem für unsere Gehirnleistung, unsere mentale Fitness und unser Reaktionsvermögen von großer Bedeutung.

Lachs ist ein tolles Lebensmittel: unglaublich vielseitig einsetzbar, unglaublich lecker und reich an wertvollen Omega 3 Fettsäuren. Allerdings gibt es ein paar Dinge zu beachten:

  • Lachs aus Aquakulturen kann mit Medikamenten und einem Konservierungsmittel für Fischmehl belastet sein. Lachs ist inzwischen zur Massenware geworden mit ähnlichen Nachteilen wie bei der Massentierhaltung von Puten. Wildlachs hat außerdem festeres Fleisch, mehr Muskeln, weniger Fett.
    Beide enthalten viele wertvoller Omega-3-Fettsäuren.
  • Da Räucherlachs roh ist, verdirbt er leicht. Lagern Sie ihn daher im Kühlschrank und verzehren Sie ihn möglichst rasch (am besten weit vor dem MHD).
  • Kaufen Sie lieber kleinere Mengen, die Sie auf einmal aufbrauchen, damit keine Reste bleiben.
  • Sollte dennoch mal was übrig bleiben, dann in eine Dose oder Küchenfolie im Kühlschrank lagern, nicht in Alufolien packen, weil das Aluminium in den Fisch übergehen kann.
  • Räucherlachs eignet sich nicht für Kleinkinder, Schwangere oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Kleines Lachs-Lexikon

Räucherlachs wird roh gesalzen und anschließend bei 26°C für 13-16 Stunden geräuchert.

Stremellachs wird in Streifen geschnitten, mild gesalzen bei 70°C geräuchert.

Graved Lachs ist nicht geräuchert, sondern wird mit Salz, Zucker und Dill gebeizt.

Zuchtlachs stammt oft aus Irland, Chile, Norwegen oder Schottland. Er wird in großen Meeresgehegen gehalten, wobei das Wasser dennoch erheblich mit Kot oder Medikamenten belastet sein kann. Gefüttert wird oft mit Fischmehl, Soja oder Fischöl. Dafür gibt es aber wenig Fang-Stress.

Wildlachs kommt häufig aus dem Nord-Pazifik. Im Vergleich zum Zuchtlachs hat er ein festeres Fleisch, mehr Muskeln und weniger Fett. Wenn es beim Fang zu Stress kommt kann das Fleisch einen metallischen Nachgeschmack bekommen.

MSC Siegel (Marine Stewardship Council): Gibt Auskunft darüber, ob der Fisch durch eine umweltverträgliche und fischbestandsschonende Fischerei gefangen wurde. Ist allerdings kritisch zu sehen, da es keine gesetzliche Grundlage dafür gibt, sondern es sich um ein privates Siegel handelt. Es ist gut für eine erste Orientierung beim Einkauf.

Aufgepasst:

Seelachs, Lachsforelle, Lachshering sowie Lachsersatz haben mit dem atlantischen oder pazifischen Lachs nichts zu tun.

Weiterführende Links:

aus der Sendung vom

Do, 21.2.2019 | 12:15 Uhr

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