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SENDETERMIN Mi, 20.2.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Farbe an die Wand! Richtig Streichen

Ob Farbe, das richtige Werkzeug oder die beste Technik – Profi-Heimwerker Uli Wolf hat die wichtigsten Tipps, wie die Farbe am besten an die Wand kommt.

Das Werkzeug: Was ist nützlich?

  • Eine Farbwalze mit kurzem Flor, wenn die Oberfläche möglichst glatt werden soll oder eine Farbwalze mit längerem Flor, wenn die Oberfläche ganz leicht strukturiert werden soll.
  • Ein Pinsel (am besten Heizkörperpinsel), um die Ecken zu erreichen
  • Eine kleinere Farbwalze für die Ränder, um das Streichbild zwischen Pinsel und Fläche anzugleichen
  • Teleskopstab für die Farbwalze
  • Leiter oder Tritt
  • Abstreifgitter für eine gleichmäßige Farbaufnahme
  • Rührstab oder Rührquirl und Akkuschrauber, um die Farbe einmal kräftig aufzurühren
  • Klebeband (Malerkrepp), um die Übergänge zu Türzargen, Fenster oder auch Steckdosen vor Farbe zu schützen
  • Malervlies, um den Boden abzudecken

Der Untergrund: Raufasertapete oder glatte Wand?

Grundsätzlich werden beide Untergründe auf die gleiche Art gestrichen. Allerdings sollte man vorher prüfen, ob die Tapete überall noch gut klebt, sonst kann die Farbe hinter die Tapete laufen und den Kleister lösen. Raufaser kann man ohne Probleme mehrfach (4-5 mal) streichen. Allerdings geht die raue Struktur mit jedem Anstrich ein Stückchen mehr verloren. Auf kunststoffbeschichteten Tapeten (Vinyltapeten) hält keine normale Dispersionsfarbe, hier kommt eine Latexfarbe in Frage.

Die Farbe: Selbst mischen oder fertig kaufen?

Ich empfehle, bunte Wandfarben fertig zu kaufen. Erstens braucht das Mischen viel Zeit, die man im Zweifelsfall (Renovieren am Wochenende) nicht hat. Zweitens bleiben oft, trotz intensiven Mischens, kleine „Farbnester“ im Mischeimer, die dann auf die Wand aufgetragen werden. Drittens sind selbst gemischte Farben nur sehr schwer reproduzierbar, etwa um später Fehlstellen nachzustreichen. Und schließlich bieten selbstgemischte Farben nur eher pastellige Töne. Um wirklich kräftige Farben zu mischen, müssen die (relativ teuren) Abtönfarben quasi pur verwendet werden.

Die Technik: So wird es garantiert streifenfrei!

  • Immer abschnittweise (1,0-1,5 m Breite) und nass in nass arbeiten.
  • Immer vom Licht (Sonnenlicht durchs Fenster) wegarbeiten.
  • Immer ein Abstreifgitter verwenden, das die Farbmenge auf der Walze reguliert.
  • Bei unebenen Untergründen immer in zwei Richtungen arbeiten (die Walze diagonal in beide Richtungen führen).
  • Darauf achten, dass beim Streichen und beim Trocknen kein Durchzug herrscht.

Der Profi-Tipp

Oft sind die Übergänge zwischen den Wänden und zur Decke eher unschön, ungerade oder gerissen. Falls man eine Wand farbig streichen möchte, sollte man an den Rändern jeweils schmale (3-5 cm) Randstreifen lassen, die man vorab weiß streicht. Nach dem Trocknen, den Streifen mit Klebeband abkleben und dann die Fläche streichen. So entsteht an allen Rändern eine saubere Farbkante, die Übergänge selbst werden optisch unauffälliger.

aus der Sendung vom

Mi, 20.2.2019 | 12:15 Uhr

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