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SENDETERMIN Mi, 30.10.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

ETF-Fonds Gut investieren – auch mit wenig Geld

Sparen ist gut, aber bitte nicht auf die klassische Art, zum Beispiel auf einem zinslosen Sparbuch – zumindest nicht in Zeiten von Mickerzinsen. Wer stattdessen Monat für Monat einen kleinen Betrag in den breiten Aktienmarkt anlegt, hat beste Aussichten auf eine gute Rendite.

Was heißt ETF?

ETF bedeutet Exchange Traded Funds, auf Deutsch: börsengehandelte Fonds. ETF gibt es sowohl als Aktienfonds, Rentenfonds, Rohstofffonds oder Mischfonds. Ein Fonds sammelt Geld der Anleger und legt es in verschiedene Werte an. ETF lassen sich jederzeit an der Börse kaufen und verkaufen.

Welche ETF gibt es?

Es gibt viele verschiedene Börsenindizes – für einzelne Länder, für Regionen oder auch nur für einzelne Branchen. Nicht alle dieser ETF sind als Basisanlage geeignet. Im Aktienindex MSCI World sind die meisten weltbekannten Firmen enthalten, deren Produkte und Dienstleistungen unseren Alltag prägen. Der Käufer des neuesten iPhones, der Dauerkunde bei Amazon oder der eingeschworene Nespresso-Trinker profitieren auch vom Erfolg ihrer bevorzugten Unternehmen.

Wie gelingt der Einstieg?

Wer sich für die Anlage in einen ETF-Fond entscheidet, kann das sofort tun und muss dafür keine komplizierten Wege gehen. Die meisten ETF sind Indexfonds, deswegen verwenden wir diese Begriffe im Folgenden gleichbedeutend. Diese ETF bilden die Entwicklung von Börsenindizes wie des Dax nach. Börsenindizes wie der Dax geben die Wertentwicklung eines ganzen Marktes an. Wenn zum Beispiel der Dax um 1 Prozent nach oben geht, legt der Wert eines Dax-ETF in etwa ebenso viel zu. Verliert der Dax an Wert, hat der Anleger ein entsprechend großes Minus.

Bei welcher Bank kann ich ETF kaufen?

Der Anleger wendet sich an seine Bank oder eröffnet woanders ein Depotkonto, zum Beispiel bei einer preiswerten Direktbank, also einer Internetbank ohne Filialen. In einem bestehenden Onlinedepot ist ein Sparplan mit wenigen Klicks eröffnet.

Laden Sie das Formular zur Kontoeröffnung von der Internetseite einer Direktbank Ihrer Wahl herunter und füllen Sie es aus. In einer Filiale der Post lassen Sie unter Vorlage Ihres Personalausweises das Postident-Verfahren durchführen. Der Mitarbeiter bestätigt damit gegenüber der Direktbank Ihre Identität. Anschließend schickt er das Formular zum Anbieter. Ein paar Tage später erhalten Sie per Post alle Unterlagen und Daten für Ihr Onlinedepot.

Kann ich auch kleine Beträge anlegen?

Schon mit kleinen monatlichen Beträgen von 25 oder 50 Euro können Anleger in die bekanntesten Börsengesellschaften der Welt investieren. Das lohnt sich, wie unsere Berechnungen zeigen: Für lange Anlagezeiträume in den globalen Aktienmarkt lag die durchschnittliche Rendite meist über 6 Prozent pro Jahr.

Gibt es eine Vertragsbindung?

Nein. ETF-Sparpläne lassen sich jederzeit kündigen oder aussetzen, die Ratenhöhe kann verändert werden. In der Regel sind auch ergänzende Einmalzahlungen möglich.

Gibt es einen Haken?

Eine Geldanlage mit ETF ist nicht ohne Risiko. Es gibt einen Haken, den jeder ETF-Einsteiger kennen muss: Der Wert eines ETF verändert sich permanent mit den Wert­schwankungen der Aktienmärkte. Die Rendite der ETF-Anlagen ist die Belohnung für das Risiko, das der Anleger trägt. Bei einem Verkauf der Fondsanteile zu einem ungünstigen Zeitpunkt sind hohe Verluste möglich.

Während Einlagen bei Tages- oder Festgeld bei einer Bank mit guter Einlagensicherung nicht verloren gehen können, ist der Erhalt des angelegten Geldes bei Fonds nicht garantiert. Anleger sollten sich daher genau überlegen, welche Summe sie langfristig entbehren können. Dann können sie notfalls einen zwischenzeitlichen Börsencrash aussitzen und auf höhere Kurse warten.

Quelle: Stiftung Warentest

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aus der Sendung vom

Mi, 30.10.2019 | 12:15 Uhr

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