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SENDETERMIN Mi, 11.9.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Erste Hilfe im Haushalt Das ist im Notfall zu tun

Die meisten Unfälle passieren nicht auf der Straße, sondern im Haushalt. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir uns in der eigenen Wohnung oder im Haus so gut auszukennen glauben, dass wir oft unvorsichtig werden. Dr. Lothar Zimmermann, Arzt und Journalist, gibt Tipps für den Notfall in den eigenen vier Wänden.

1. Schnittwunden

Schnittwunden sind die häufigste Verletzung im Haushalt. Am besten die Wunde kurz bluten lassen, so können Schmutz und falls vorhanden Krankheitserreger rausgespült werden. Bei starker Verschmutzung der Wunde mit lauwarmem, klarem Trinkwasser reinigen. Anschließend desinfizieren und mit einem Pflaster oder Steri Strip versorgen und die Wundheilung beobachten. Falls die Wunde dick wird, sich rötet oder warm anfühlt sofort zum Arzt, denn das deutet darauf hin, dass sich Bakterien oder andere Erreger vermehren. Bei längeren und tiefen Wunden sollte ein Arzt aufgesucht werden. Wichtig hier: Auf eine vorhandene Tetanus-Impfung achten, diese muss alle 10 Jahre aufgefrischt werden.

2. Verbrennungen

Kleine leichtgradige Verbrennungen (Rötungen ohne Blasenbildung) zum Kühlen für maximal 5 Minuten unter fließendes lauwarmes Wasser halten. Anschließend eine rückfettende und desinfizierende Salbe (z.B. Antiseptische Wund- und Brandcreme) auftragen. Bei Blasenbildung und größeren Stellen besser zum Arzt gehen.

3. Verätzungen im Auge

Putzmittel können schnell ins Auge geraten. Hier gibt’s nur ein Mittel: Spülen, spülen, spülen! Wichtig ist die schnelle intensive und ausgiebige Spülung mit möglichst fließendem Wasser. Am besten danach sofort zum Augenarzt und die ätzende Substanz notieren oder mitnehmen.

4. Stürze

Hier ist es wichtig erst herausfinden, ob es sich um einen „normalen“ Sturz handelt. Wenn der Verdacht auf einen Wirbelbruch besteht, die Rettungssanitäter und den Notarzt holen und nicht bewegen. Bei einem „normalen“ Sturz ohne sichtbare Brüche oder Platzwunden zur Sicherheit die Herz- und Kreislauffunktionen kontrollieren.

5. Bewusstlos

Zuerst Atmung und Puls prüfen. Wenn nichts spürbar ist, sofort mit der Herzmassage beginnen und den Notruf absetzen. Bei Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen, evtl. mit einer Decke gegen Auskühlung zudecken und einen Notruf absetzen.


aus der Sendung vom

Mi, 11.9.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste