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rote Tomaten

SENDETERMIN Fr, 9.8.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Ernährung So gesund sind Tomaten

Tomaten zählen zu den beliebtesten Gemüsesorten überhaupt. Rund 27,5 Kilogramm davon isst der Deutsche durchschnittlich im Jahr. Das Nachtschattengewächs ist dabei nicht nur lecker, sondern steckt auch voller guter Inhaltsstoffe.

Das steckt drin

Tomaten enthalten neben 30 Vitaminen und Mineralstoffen viele sekundäre Pflanzenstoffe. Interessant daran: Tomaten enthalten vor allem Stoffe, mit denen wir sonst eher knapp versorgt sind, zum Beispiel Folsäure und Magnesium.

Tomaten wirken antioxidativ und schützen die Haut vor schädlichen Folgen der UV-Strahlung.

Der rote Farbstoff Lycopin hat eine krebshemmende Wirkung und schützt vor Arterienverkalkung. Allerdings sitzt Lycopin so fest in den Fasern, dass sich der Farbstoff erst beim Erhitzen komplett freisetzt.

TIPP: Öfter auch mal zu Dosentomaten und verarbeiteten Tomatenprodukten wie Mark oder Passata greifen, denn so nimmt unser Körper mehr Lycopin auf als aus rohen Tomaten.

Der nervige grüne Stiel

Tomaten gehören, wie die Kartoffeln, zu den Nachtschattengewächsen. Ihre grünen Stielansätze enthalten das Gift Solanin, das auch durch Hitze nicht zerstört wird. Deshalb die Tomaten nur essen, wenn sie reif sind und die holzigen Stielansätze wegschneiden.

Den Stielansatz kleiner Kirschtomaten zum Beispiel kann man mitessen. Er schadet nicht, weil der Solaningehalt zu gering ist.

TIPP: Der Stielansatz bei größeren Tomaten kann ganz leicht mit einer Spritztülle entfernt werden.

Sorten-Vielfalt

Es gibt weltweit mehr als 10.000 verschiedene Tomatensorten. Sie können klein wie eine Johannisbeere oder groß wie ein Kürbis sein. Das Farbspektrum verläuft von klassischem Rot über Gelb, Violett bis hin zu Schwarz. Es gibt sogar gestreifte, marmorierte und mehrfarbige Exemplare.

TIPP: Auf einheimische Tomaten setzen! Die gibt es zwischen Juli und Oktober. Grundsätzlich lohnen sich reife, deutsche Tomaten doppelt: einmal, weil sie - anders als Importware - reif geerntet werden und damit sowohl besser schmecken als auch deutlich mehr gesunde Inhaltsstoffe haben. Und zum anderen, weil konventionell angebaute Tomaten aus Spanien meist mehr mit Spritzgiften belastet sind.

Richtig lagern

Idealerweise sollten Tomaten nicht länger als fünf Tage gelagert werden, da sonst zu viele gute Inhaltsstoffe verloren gehen.

Tomaten nie im Kühlschrank lagern, denn die Kälte macht sie fad und fest. 15 Grad Lagertemperatur sind optimal.

Nicht neben anderem Obst und Gemüse lagern, da Tomaten das Reifegas Ethylen ausströmen. Dadurch fault anderes Grünzeug schneller.

TIPP: Das Reifegas sorgt dafür, dass unreife Tomaten noch reif werden. Dafür die Tomaten am besten in Zeitungspapier einwickeln.


Im Studio: Sabine Schütze, SWR Redaktion Umwelt und Ernährung