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SENDETERMIN Do, 15.10.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

Ernährung Kartoffeln richtig lagern

Die Erntezeit geht so langsam zu Ende und die Keller sind voll mit Kartoffeln. Doch wie lagert man sie am besten? Kartoffeln sehen zwar robust aus, doch wenn es um die Lagerung geht, sind es kleine Sensibelchen.

Kartoffeln richtig lagern

Kartoffeln mögen es dunkel und kühl, aber nicht zu kalt. Sie lieben es luftig, aber nicht luftdicht. Ideal ist eine Temperatur von etwa 5 bis 8 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit von 80-90 Prozent. Am besten lagert man Kartoffeln in einem Korb, der mit einem Tuch abgedeckt wird oder in einem Jutebeutel im Keller. Zur Lagerung im Kühlschrank sind Kartoffeln nicht geeignet.

Sind Kartoffeln giftig?

Kartoffeln gehören zu den Nachtschattengewächsen. Sie enthalten Solanin, was Magenschmerzen hervorrufen kann. Solanin befindet sich vor allem in der Schale, in grünen Stellen und den Keimen. Kartoffeln mit kleinen Keimen können allerdings noch gegessen werden. Wenn die Keime allerdings zahlreiche und sehr viele davon vorhanden sind, sollte man lieber darauf verzichten.

Sind Kartoffeln Dickmacher?

Ein klassisches Vorurteil. Kartoffeln enthalten in verarbeiteter Form, wie z.B. als Bratkartoffeln, Pommes oder Chips natürlich sehr viele Kalorien. Als klassische Salz- oder Pellkartoffeln zubereitet, enthalten sie mehr Nährstoffe als Nudeln bei etwa halber Kalorienmenge. Kartoffeln sind außerdem ein guter Eiweißlieferant und mit Quark oder Ei eine ideale Kombination was die biologische Wertigkeit angeht.

Die Turbo-Kartoffel

Wer sich an der oft langen Zubereitungszeit der Kartoffel stört, kann diese auch in der Mikrowelle ganz schnell verzehrfertig machen. Dazu die Kartoffeln einfach in ein Glasgefäß mit Deckel geben, etwa 3 EL Wasser reichen. Je nach Mikrowelle sind die Kartoffeln in 5-10 Minuten fertig. Schneller sind auch Nudeln nicht zubereitet.

Rezept: Kartoffeln aus dem Römertopf

(für 4 Personen)

Zutaten:

  • 750g Kartoffeln
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz
  • Rapsöl

Zubereitung:

Den Römertopf mindestens eine viertel Stunde wässern. Die Kartoffeln in etwa 2 bis 3 cm große Würfel schneiden und in den gewässerten Römertopf verteilen.
Das Lorbeerblatt dazugeben und eine in Scheiben geschnittene Knoblauchzehe, außerdem etwas Salz und eine halbe Tasse Wasser.
Ein kleiner Schuss Rapsöl oben drüber. Alles zusammen in den kalten Backofen stellen und bei 180 Grad Ober-Unterhitze eine Stunde garen.

Varianten:
Gemüse je nach Geschmacksvorlieben in ähnlicher Stückgröße unter die Kartoffeln mischen (Poree, Möhren, Zucchini, Gemüsezwiebeln) und mitgaren.
Bei viel Gargut im Topf empfiehlt es sich, anstelle des puren Wassers eine Gemüsebrühe anzugießen.
Ebenfalls möglich anstelle des Öls: süße Sahne angießen. Schmeckt sehr gut mit etwas Muskat.

Expertin im Studio:
Sabine Schütze, SWR Redaktion Umwelt und Ernährung