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SENDETERMIN Fr, 24.4.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

Draußenzeit! Garten- und Terrassenmöbel pflegen

Unsere Möbel und Polster müssen draußen einiges aushalten, aber mit der richtigen Pflege halten sie trotzdem lange durch. Bianca Schuster erklärt, wie's geht.

Richtig lagern

Es beginnt schon hier: stehen unsere Möbel ungeschützt im Freien und werden Sonne, Wind und Regen ausgesetzt, leidet das Material. Kunststoffe werden brüchig und bleichen aus, Holz könnte feucht werden und von Pilz befallen werden. Daher ist es wichtig sie geschützt zu lagern.

Über den Winter im Keller oder der Garage verstauen oder mit einer Plane sicher abdecken.

Auch Polsterauflagen sollten am Ende des Tages immer weggeräumt werden, denn nachts kühlt die Luft ab und ist besonders feucht. Trocknen die Auflagen anschließend nicht richtig durch, können sich hier Stockflecken und Schimmel bilden.

Pflegetipps

Polyrattangeflecht oder Synthetikbespannungen auf Aluminium- oder Edelstahlgestellen sind sehr pflegeleicht und hochwertige Produkte sind auch UV-stabil. Hier reicht ein Abbürsten mit Wasser und Allzweckreiniger, anschließend mit klarem Wasser abspritzen und trockenreiben.

Sollten keine UV-Stabilisatoren eingearbeitet sein, könnte die Strahlung mit der Zeit die Weichmacher und Farbpigmente im Kunststoff schädigen. Das bedeutet, dass das Material brüchig wird und sich ggf. verfärbt. Daher beim Kauf unbedingt auf die Qualität und auf die materialschonende Lagerung achten!

Zur Not kann auch ein Polyrattan-Schutzspray oder eine Kunststoffpflege den Prozess verlangsamen.

Ein Edelstahlgestell kann ein- bis zweimal im Jahr mit einem Edelstahlreiniger aufgehübscht werden, so lassen sich Fettflecken und Fingerabdrücke entfernen.

Eisen- oder Stahlgestelle

Sie benötigen keine spezielle Pflege. Mit einer milden Reinigungslauge lassen sie sich unkompliziert sauber machen. Keine Sorge, wenn doch mal rostiges Kondenswasser aus dem Fußgestell läuft. Hierfür die Schutzkappe abnehmen, gut abtrocknen lassen und Korrosionsschutzspray in die Rohre sprühen. Am besten gleich noch neue Schutzkappen besorgen, denn die alten schließen nicht mehr dicht.

Bei tiefen Kratzern im Lack sollte man handeln, sonst führt dies zu Rost. Die betroffene Stelle etwas anschleifen und den Kratzer mit einem Metalllack ausbessern.

Kunststoffmöbel

Sie sind meist preiswert, leicht, stapelbar und in vielen Farben erhältlich. Allerdings sind sie nicht sehr langlebig, da durch die Wettereinwirkung der Kunststoff mit der Zeit brüchig wird.

Gereinigt werden können Sie mit einer Mischung aus Wasser und Spüli oder Allzweckreiniger, ein spezieller Kunststoffreiniger kann der Versprödung ein wenig vorbeugen. Bei Beschädigungen kann man die Möbel allerdings nicht mehr reparieren.

Sind weiße Kunststoffmöbel vergilbt, kann man sie wieder aufhübschen mit einem White-Care-Waschmittel aus dem Supermarkt.

Holzmöbel

Da Holz ein natürliches Material ist, benötigt es etwas mehr Pflege. Unterschieden wird zwischen unlackiertem (offenporig) und lackiertem (geschlossene Lackschickt) Holz.

Auch lackiertes Holz arbeitet und so können Risse in der Lackschickt entstehen, Feuchtigkeit kann eindringen und zu Flecken führen. Das Holz daher regelmäßig mit einem feuchten Tuch reinigen, bei hartnäckigen Verschmutzungen einen Allzweckreiniger verwenden. Wurde die Lackschicht beschädigt, muss diese an der Stelle ausgebessert werden. Dazu die betroffene Stelle etwas anschleifen und mit einem Lack im gleichen Farbton behandeln.

Unlackiertes Holz ist für den Außenbereich besser geeignet und über viele Jahre witterungsbeständig, trotzdem kann es aufgrund der UV-Strahlung und Feuchtigkeit vergrauen. Es bildet sich eine sogenannte silbergraue Patina. Das Holz verliert dadurch nicht an Stabilität oder Langlebigkeit, die Patina ist vielmehr eine Schutzschicht für das Holz. Um den schönen warmen braunen Farbton vom Holz zu erhalten, muss dieses regelmäßig eingeölt werden (2-3x pro Jahr, je nach Standort auch öfter).

Vor dem Ölen sollte es allerdings gereinigt werden, hierfür darf auch gerne eine Wurzelbürste genommen werden, diese entfernt auch die hartnäckigen Verschmutzungen. Kein Spülmittel oder Allzweckreiniger, diese Mittel trocknen die Hölzer aus, besser ist eine Holzseife mit rückfettenden Anteil. So lassen sich auch Flecken im Holz entfernen.

Hat sich an ein paar Stellen die Holzfaser aufgestellt, lässt sich dies am besten mit feinem Schleifpapier abnehmen.

Ein grüner Moosschleier lässt sich ganz einfach mit Soda entfernen, dazu 5 Liter Wasser mit 100ml flüssigem Soda mischen und das Holz mit einem Schwämmchen abwaschen.

Polsterauflagen

Sie sind nicht wetterfest und sollten bei Nichtgebrauch aufgeräumt werden und nicht unnötig der Sonne ausgesetzt werden. Auch Schweiß setzt dem Material sehr zu, daher ist es ratsam beim Sonnen ein Handtuch unterzulegen.

Dankbar sind abziehbare Bezüge, denn diese lassen sich unkompliziert in der Waschmaschine reinigen. Eine Anleitung dazu gibt’s beim Kauf dazu bzw. es befinden sich auch hier Pflegesymbole am Etikett vom Bezug. Auch kleinere Polster wie z.B. Sitzkissen lassen sich in der Waschmaschine reinigen. Alle anderen müssen per Hand gewaschen werden. Dies am besten an einem windigen und bewölkten Tag durchführen, so trocknen die Polster schnell wieder durch. Geschieht dies nicht, können sich durch das langsame Trocknen Mikroorganismen vermehren und einen unangenehmen Geruch sowie Stockflecken bilden. Flecken am besten vorbehandeln z.B. mit ein bisschen Gallseife. Die Handwäsche lässt sich am leichtesten in der Badewanne durchführen, dafür die Badewanne lauwarm mit etwas flüssigem Voll- oder Buntwaschmittel füllen. Die Polster in das Bad legen und für ca. 10 Minuten einweichen. Dann die Polster gut durchkneten oder drücken. Abschließend sollten die Polster zweimal mit klarem Wasser abgebraust und ausgedrückt werden (NICHT rollen). Zum Trocknen nach draußen auf eine Leine hängen.

Tierhaare lassen sich super mit der Gummilippe eines Fensterabziehers entfernen.


aus der Sendung vom

Fr, 24.4.2020 | 12:15 Uhr

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