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SENDETERMIN Mi, 14.11.2018 | 12:15 Uhr | Das Erste

Dos and Don'ts beim Einschlafen So schlafen Sie gut

Einschlafen, Durchschlafen, Ausschlafen – beneidenswert, wer das kann. Denn nur wer nachts gut schläft, kann tagsüber auch was leisten. Gestörter Schlaf führt nicht nur zu Tagesmüdigkeit, sondern langfristig zu chronischen Folgeerkrankungen. Die gute Nachricht: Chronisch Schlafgestörte können gesunden Schlaf wieder erlernen.

Die schlimmsten Schlafsünden und wie ich sie vermeide:

1. Nicht vor dem Fernseher und nicht mit Fernseher einschlafen

Wer abends vor dem Fernseher auf der Couch einschläft, hat bereits seinen ersten dringenden Schlafbedarf gestillt, das alleine hindert einen schon am erneuten Einschlafen. Zusätzlich wird durch die abendliche Zubettgeh-Hygiene der Kreislauf wieder angeregt und auf Wachsein programmiert. Auch das verhindert ein erneutes schnelles Einschlafen. Wer mit dem Fernseher einschläft, wird durch die ständige Geräusche immer wieder kurz geweckt, ein erholsamer Schlaf mit Tief- und Traumphasen ist nicht möglich.

2. Kein Sport vor dem Zubettgehen.

Körperliche und sportliche Aktivitäten sollten mit genügend zeitlichem Abstand zum Insbettgehen stattfinden, denn unser Körper ist dann noch zu angespannt.
Etwa 1-2 Stunden sollten zwischen Sport und dem Zubettgehen liegen.

3. Alkohol ist kein gutes Schlafmittel!

Alkohol unterdrückt in zu großer Menge den Tiefschlaf, fördert Albträume und man wacht eher mehrmals in der Nacht auf.

4. Keine schweren Mahlzeiten am späten Abend!

Besonders fett und kohlehydratreiche Nahrung beschäftigt den Magen schwer, da kann der Rest der Körpers nicht entspannt schlafen. Besser
eine kleine Mahlzeit am Abend, denn mit Hunger läßt sich auch nicht gut einschlafen.

5. Zu lange schlafen ist auch nicht gut!

Die meisten Menschen benötigen nur 6 - 8 Stunden Schlaf. Mehr längere Zeit im Bett verbringt, kommt ins grübeln und grämen darüber, dass er nicht einschlafen kann. Dadurch stresst er sich und das Bett verliert den Charakter der Ruhestätte.

6. Mittagsschlaf ist bei Schlafstörungen kontroproduktiv!

Bei Menschen mit Schlafstörungen ist ein Mittagsschlaf kontroproduktiv, sie sollten auf keinen Fall den verpaßten Nachtschlaf in den Tag verschieben,
das führt nur dazu, dass man am Abend wieder nicht müde ist.

7. Nachts nicht auf den Wecker schauen!

Wer nachts auf die Uhr schaut, gerät in die Versuchung, über die Zeit nachzudenken, das könnte je nach Uhrzeit zu innerer Anspannung und Unruhe führen, die wiederum den Nachtschlaf stört.

Einschlafhilfen - Tipps für guten Schlaf!

1. Einschlafrituale helfen auch Erwachsenen!

Ein Einschlafritual hat die Funktion, zwischen Aktion im Alltag und Entspannung im Bett einen Puffer zu setzen. Das kann ein Spaziergang sein, eine Tasse Tee, das Schreiben eines Tagebuchs oder ein gutes Gespräch mit dem Partner.

2. Regelmäßige Zubettgeh- und Aufstehzeiten einhalten!

Stehen Sie am Morgen möglichst stets zur selben Zeit auf, auch wenn sie am Abend spät ins Bett sind. Denn wenn man morgens lange schläft oder Vormittags noch ein
Nickerchen macht, bleibt nicht genug Wachzeit und es entsteht keine Müdigkeit. Deshalb kann man oft am Sonntagabend nicht gut einschlafen.

3. Wohlfühlatmosphäre im Schlafzimmer!

Eine gute Entspannung stellt sich nicht ein, wenn man vom Bett aus auf einen Schreibtisch schaut, der einen ständig an unerledigte Dinge erinnert. Das Schlafzimmer sollte Ruhestätte sein, die nix mit Alltag und Arbeit zu tun hat. 18 Grad Schlafzimmertemperatur ist optimal.

(Quelle: Dr. Günter Weeß: Die schlaflose Gesellschaft. Stuttgart 2016)

Buchtipps:

Schlaf wirkt Wunder: Alles über das wichtigste Drittel unseres Lebens.
Dr. Günter Weeß
Droemer HC, 2018
16,99 €

Mein Buch vom guten Schlaf: Endlich wieder richtig schlafen.
Prof. Dr. Jürgen Zulley
Goldmann Verlag, 2010
9,95 €

Das große Buch vom Schlaf: Die enorme Bedeutung des Schlafs.
Prof. Dr. med. Matthew Walker
Goldmann Verlag, 2018
13,00 €

aus der Sendung vom

Mi, 14.11.2018 | 12:15 Uhr

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