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SENDETERMIN Do, 3.6.2021 | 12:15 Uhr | Das Erste

Diese Regeln gelten 11 Irrtümer rund ums Radfahren

Die Pandemie hat uns das Fahrrad wieder richtig wertschätzen gelernt. 1,50 Meter Abstand gilt seit einem Jahr auch im Straßenverkehr, denn so viel Abstand müssen Autos nun zu Fahrradfahrern einhalten – zum Schutz der Radfahrer! Aber auch Fahrradfahrer sind nicht "vogelfrei"!


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1. Als Fahrradfahrer muss man immer einen vorhandenen Radweg benutzen.
Irrtum? Nicht unbedingt…
Ein Fahrradweg muss immer dann genutzt werden, wenn ein blaues rundes Verkehrsschild mit einem Fahrrad darauf eine Benutzungspflicht vorschreibt. Ist ein solches Schild vorhanden, muss der Fahrradweg von allen Radfahrern genutzt werden, sonst kostet es 20 €. Auch schnelle Rennradfahrer trifft die Pflicht.
Ebenso Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit von max. 25 km/h.

1. Als Fahrradfahrer muss man immer einen vorhandenen Radweg benutzen.
Irrtum? Nicht unbedingt…
Ein Fahrradweg muss immer dann genutzt werden, wenn ein blaues rundes Verkehrsschild mit einem Fahrrad darauf eine Benutzungspflicht vorschreibt. Ist ein solches Schild vorhanden, muss der Fahrradweg von allen Radfahrern genutzt werden, sonst kostet es 20 €. Auch schnelle Rennradfahrer trifft die Pflicht.
Ebenso Pedelecs mit einer Höchstgeschwindigkeit von max. 25 km/h.

2. Fahrradwege dürfen immer in beide Richtungen genutzt werden.
Irrtum…
Es gilt das Rechtsfahrgebot. Radwege müssen jeweils in Fahrtrichtung der Fahrbahn genutzt werden, es sei denn, er ist für beide Richtungen freigegeben. Wer sich falsch verhält, zahlt 20 €.

3. Kinder dürfen nicht auf dem Gehweg fahren.
Irrtum…
Kinder bis 8 Jahre müssen auf dem Gehweg fahren, Kinder bis 10 Jahren dürfen es.

4. Ein Mountainbike braucht kein Licht und keine Klingel.
Irrtum…
Auch ein Mountainbike muss alle vorgeschriebenen Sicherheitsausstattungen haben, wenn es im Straßenverkehr geführt wird. Wer keine Klingel hat, zahlt 15 €. Licht ist ebenfalls Pflicht.

5. Auf dem Rad gilt keine Promillegrenze.
Irrtum…
Auch auf dem Fahrrad gibt es eine Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit, die liegt bei 1,6 Promille. Wer dennoch radelt, begeht eine Straftat. Sogar der Autoführerschein ist in Gefahr. Die Führerscheinstelle kann eine MPU (medizinisch-psychologische-Untersuchung) anordnen. Wer durchfällt, verliert seinen Führerschein.
Auch mit weniger Alkohol im Blut kann es eine Strafe geben, wenn es zu alkoholbedingten Ausfallerscheinungen kommt.

6. Ich darf mit meinem Rad den Zebrastreifen überqueren und habe Vorrang.
Irrtum…
Fahrräder haben an einem Zebrastreifen keinen Vorrang. Wer die Straße überqueren will, muss absteigen und sein Rad schieben. Wer auf der Straße fährt und an einem Zebrastreifen einen Fußgänger nicht über den Zebrastreifen lässt, zahlt 40 €.

7. Handy am Ohr – oder schnell Nachrichten checken ist beim Radfahren erlaubt.
Irrtum…
Wie beim Autofahren ist das Halten des Handys am Ohr verboten, es kostet 55 €. Eine Freisprechanlage ist erlaubt.

8. Für Radfahrer gibt es kein Tempolimit.
Irrtum…
Die festgelegte Höchstgeschwindigkeit innerorts von 50 km/h gilt nicht für Radfahrer. Gibt es aber ein Schild mit einer Tempobegrenzung, gilt das auch für Radfahrer.

9. Wenn ich keinen Helm trage, bekomme ich bei einem Unfall mit Verletzungsfolgen automatisch Mitschuld.
Irrtum…
Eine gesetzliche Helmpflicht gibt es nicht.
Ein Helm kann aber Leben retten und vor schweren Verletzungen schützen, darum sollte man ihn unbedingt tragen.

10. Als Radfahrer bekommt man keine Punkte.
Irrtum...
Bei besonders schwerem Fehlverhalten im Straßenverkehr, bekommen auch Radfahrer Punkte:
Rote Ampel missachtet, mindestens 60 € und 1 Punkt.
Geschlossene Bahnschranke umfahren, 350 € und 1 Punkt.

11. Als Fahrradfahrer braucht man keine Versicherung.
Irrtum…
Zwar muss ein normales Fahrrad nicht extra versichert werden, gleichwohl sollte jeder Radfahrer eine private Haftpflichtversicherung haben, die einen schützt, wenn man einen Unfall verursacht und andere zu Schaden kommen.

Quelle: Kay Rodegra, Rechtsanwalt