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SENDETERMIN Mo, 15.7.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Behandlung von Krampfadern Beschwerden vorbeugen und behandeln

Venenleiden gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt. Jeder zweite bis dritte Erwachsene ist von venösen Veränderungen an den Beinen betroffen.

Ein Kribbeln in den Beinen, ein paar dickere Adern – scheint zunächst nichts Schlimmes zu sein, aber wenn sich das als Krampfader herausstellt, kann es durchaus gefährlich werden!

Der Begriff "Krampfader" hat nichts mit „Krampf“ zu tun, er kommt vom althochdeutschen „krimpfan“ für Krümmen. Daher sind Krampfadern - der Fachbegriff ist Varix, die Mehrzahl Varizen - eher gekrümmte Venen, die oft als Verdickung an der Hautoberfläche sichtbar sind. Gesunde Venen führen das sauerstoffarme Blut zurück zum Herzen. Venenklappen sorgen wie Ventile dafür, dass es in die richtige Richtung fließt. Wenn sich – durch schwaches Bindegewebe – die Venen ausdehnen, können sich die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, das Blut sackt nach unten, es entstehen Krampfadern.

Krampfadern sind weit verbreitet. Etwa jeder dritte Erwachsene hat Krampfadern, das heißt allerdings noch lange nicht, dass sie bei jedem behandelt werden müssen. Und sichtbare Besenreiser stören zwar kosmetisch, bergen aber kein gesundheitliches Risiko. Lassen Sie sich auf jeden Fall fachärztlich untersuchen, um abzuklären, ob ein Gesundheitsrisiko besteht.

Achtung: Vor allem, wenn die Beine häufig anschwellen, kribbeln oder schwer werden, spätestens wenn Schmerz einsetzt, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Viele Krankenkassen bezahlen bisher nur das am längsten angewandte und am besten erforschte Stripping. Wann welche Methode am sinnvollsten ist, sollten Sie mit ihrem Arzt individuell klären.

Wirklich vorbeugen können Sie Krampfadern nicht, es gibt eine genetische Veranlagung dafür. Wer schwaches Bindegewebe hat, kann durch viel Bewegung das Entstehen der Krampfadern jedoch möglicherweise hinauszögern. Gut sind Sport, Beine hochlegen und generell regelmäßige Bewegung - wer im Job viel sitzt oder gar steht, ist eher gefährdet und sollte möglichst Bewegungspausen einlegen, auch mal unter dem Tisch mit den Zehen wackeln, um die Muskeln beim Hochpumpen des Blutes zu unterstützen.

Regelmäßiges hochlegen der Beine hilft bei Krampfadern.

Regelmäßiges hochlegen der Beine hilft bei Krampfadern.

Krampfadern sind nicht allein ein Schönheitsproblem, sondern bergen das Risiko für akute und chronische Beschwerden. Betroffene sollten sich fachärztlich untersuchen lassen. Ultraschalluntersuchungen sind schmerzfrei. Es gibt verschiedene auf den Patienten zugeschnittene Behandlungsmöglichkeiten: Stripping, Lasern, Schaumverödung, Klebetechnik.

Weitere Informationen zur Behandlung von Krampfadern finden Sie hier:

Im Studio: Dr. Christian Moser, Hautarzt und Venenspezialist

aus der Sendung vom

Mo, 15.7.2019 | 12:15 Uhr

Das Erste

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