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SENDETERMIN Do, 16.5.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Balsamico - ist jeder sein Geld wert? 3 Tipps zum Balsamico-Essig

Jetzt im Frühling wächst unsere Lust auf Salat – und dazu darf ein leckeres Dressing nicht fehlen. Eine wichtige Kompetente im Salat-Dressing ist der Essig, heute besonders beliebt: Aceto Balsamico.

Stellt sich die Frage: Worauf achten bei der Auswahl eines Balsamico-Essigs? Und muss es überhaupt immer Balsamico sein?

1. Bei Aceto Balsamico gibt es riesige Unterschiede in der Qualität und damit auch im Preis

Der traditionelle Balsamico, also "Aceto Balsamico tradizionale", stammt entweder aus der Provinz Modena oder aus der Provinz Reggio Emilia in Italien. Er besteht ausschließlich aus dem Most bestimmter Trauben und lagert entweder 12 Jahre, 18 Jahre (nur der aus Reggio Emilia) oder 25 Jahre (extravecchio) in unterschiedlichen Holzfässern. Sein Preis ist stattlich: ab 50 Euro pro 100 ml.

"Aceto Balsamico di Modena" muss ebenfalls in Modena oder Reggio Emilia hergestellt sein. Ihm darf aber Weinessig und Zuckercouleur E 150 d zugegeben werden. Achten Sie, wenn Sie ein qualitativ hochwertiges Produkt kaufen wollen, darauf, dass auf der Zutatenliste Traubenmost vor Weinessig steht - und sonst auch nichts.

Balsamessig aus anderen Regionen (z.B. aus Deutschland), der aus einem hohen Anteil Traubenmost und einem guten Weinessig besteht, kann höhere Qualität haben, als Aceto Balsamico di Modena. Prinzipiell gilt: Je mehr Traubenmost, desto höher die Qualität.

2. Balsamico-Creme enthält in der Regel viele Zusatzstoffe (Zucker, Verdickungsmittel, Farbstoff) und wenig Aceto Balsamico. Verzichten Sie ganz darauf oder machen Sie die Creme selbst.

3. Für viele Gerichte tut es auch ein guter Weinessig, der viel günstiger ist als gleichwertiger Balsamico, einfach nur, weil er nicht so hipp ist.

Rezept: Apfelbalsamico

für 200 ml auf Vorrat

Zutaten:

  • 200 ml hochwertigen Apfelessig
  • 1,5 TL Salz
  • 1 EL Blütenhonig
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Vanillestange

Zubereitung:

In einer Schüssel den Essig mit dem Honig und dem Salz verrühren, bis sich alles gelöst hat. In eine sterilisierte Flasche die Zimt- und Vanillestange reinlegen und mit dem Essig auffüllen.

Gut verschließen!

Vor der Nutzung mindestens 1 Woche kühl stellen und ziehen lassen. Ideal geeignet für Vinaigrette mit hochwertigen Nussölen oder als Grundlage für Marinaden und würzen von Desserts.

Quelle: Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler