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Vanillesauce

SENDETERMIN Do, 11.7.2019 | 12:15 Uhr | Das Erste

Alles nur Zucker Wie gut sind fertige Dessert-Soßen?

Sommer, Sonne, Eis - und das am besten noch hübsch dekoriert mit Sahne und leckerer Soße obendrüber. Aber wie gut sind die fertig gekauften cremigen Erdbeer-, Schoko- oder Vanillesaucen? Und gibt es einen Unterschied zwischen Flasche und Päckchen zum Anrühren?

Zunächst einmal: Soßen aus der Flasche sind bequem. Sie sind bereits fertig und halten geöffnet im Kühlschrank auch noch recht lange. Pulver hingegen muss man frisch anrühren, dafür ist es preislich günstiger.

In der Flasche gibt es nahezu alles zu kaufen: Von Schoko-, über Vanille, bis zu den unterschiedlichsten Früchten. Pulver gibt es meistens nur mit Vanillegeschmack.

Und das ist drin im Pulver

Was uns enttäuschte, war, dass in den Pulvern vor allem Zucker zu finden ist, zum Teil über 80%. Und das in den unterschiedlichsten Varianten: Glucosesirup, Maltodextrin, Maisstärke. Dazu auch mal Palmöl, Stärke, Verdickungsmittel und die Vanille ist in den meisten Fällen nur als Aroma zu finden.

Empfehlenswert sind hier allenfalls Produkte, die zunächst einmal keinen Zucker enthalten, den mal also erst beim Anrühren zufügt. So hat man selber in der Hand, welchen Zucker und wie viel davon man reingibt. Und die im Idealfall echte Vanille enthalten. Das haben wir beispielsweise bei einem Bio-Produkt gefunden.

Also: Immer auf die Inhaltsstoffe schauen.

Fertig angerührte Dessert-Soßen in der Flasche

Bei Schokoladen-Soßen verrät der Blick auf die Flasche, wie wenig Kakao doch eigentlich drinsteckt – selbst wenn die Soße lecker schokoladig schmeckt und cremig ist. Meistens bewegt sich er Kakaoanteil so zwischen 6 und maximal 14 %. Dazu dann wieder jeder Menge Zucker, Glucossirup, Verdickungsmittel und auch Wasser.

Besser sind die Ergebnisse dann schon bei den Fruchtsoßen. Hier sind durchaus 30 bis sogar 590% Fruchtanteil zu finden. Allerdings auch hier ein hoher Anteil an Zucker und Glucosesirup.

Fazit:

  • Bei allen Produkten auf die Zutatenliste schauen: Je weniger Zutaten angegeben sind, desto besser. Hinter vielen Bezeichnungen versteckt sich oft nochmal Zucker. Sind Frucht- oder Kakaoanteil sehr gering, dann lieber zu einer Alternative greifen.
  • Wenn es Fertigsoße sein muss, dann lieber zu Frucht- als zu Schokosoßen greifen, die haben meistens weniger Inhaltsstoffe und auch echte Früchte drin.
  • Bei Pulvern am besten zu Produkten ohne Zucker und mit echter Vanille greifen.

Vielleicht dekorieren Sie das nächste Eisdessert einfach mit ein paar frischen Früchten?
Oder Sie machen Ihre Soße selbst. Hier unsere Rezepte:

Schokoladensoße

  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 1 Becher süße Sahne
  • 1 EL Blütenhonig

Zubereitung: Die Sahne langsam erhitzen und die Zartbitterschokolade zerstückelt darin auflösen. Anschließend mit dem Honig verfeinern. 

Erdbeersoße 

  • 250 g frische oder tiefgekühlte Erdbeeren
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2–3 gehäufte EL Puderzucker (etwa 40–50 g)

Erdbeeren waschen, abtropfen lassen, putzen und in Stücke schneiden und gleich in einen Kochtopf geben.
Wasser, Zitronensaft und Puderzucker unter die Erdbeeren mischen. Die Erdbeeren auf der Kochplatte einmal aufkochen. Mit einem Pürierstab fein pürieren und auskühlen lassen. 

Die schnelle Variante: Gute Erdbeerkonfitüre im Topf erwärmen und 1-2 Esslöffel Wasser verrühren. Fertig!


Im Studio: Dr. Stephan Lück, Ernährungswissenschaftler

aus der Sendung vom

Do, 11.7.2019 | 12:15 Uhr

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