Bitte warten...

SENDETERMIN Fr, 1.4.2022 | 12:15 Uhr | Das Erste

7 hilfreiche Tipps Liebeskummer überwinden

Wer kennt das nicht – man fühlt sich wie auf Entzug, kann nicht mehr schlafen, der Kreislauf spielt verrückt. Das ist völlig normal, wenn man von der oder dem Liebsten verlassen wurde. Letztlich braucht es Zeit, die neue Situation zu verarbeiten. Doch welche Strategie der Verarbeitung ist die Beste?

1. Mit nahen Freunden Zeit verbringen

Oft fühlen wir uns nach einer Trennung nicht mehr wertgeschätzt. Gemeinsame Zeit mit Freund:innen kann helfen. Und vielleicht bekommt man so auch wieder einen realistischen Blick auf die vergangene Beziehung – was die Trennung zusätzlich erleichtern kann.

2. Sport

Auch körperliche Betätigung hilft gegen den Trennungsschmerz. Der wird nämlich auch durch rein körperliche Ursachen gefördert – unter anderem durch unsere Hormone. Bewegung, vor allem an der frischen Luft, macht im wahrsten Sinne des Wortes des Kopf frei – für Neues.

3. Gefühle zulassen – und auch mal „nicht funktionieren“

Es ist völlig normal, dass man nach einer Trennung nicht wie gewohnt funktioniert. Das sollte man auch mal akzeptieren. Mit Freund:innen und Kolleg:innen sprechen hilft, die Gründe für die Situation zu erläutern. Die meisten werden Verständnis aufbringen – haben sie doch ähnliche Situationen selbst schon erlebt.

4. Kreativität

Negative Gefühle kann man gut auch kreativ ausdrücken, und so den Kopf frei bekommen. Malen, Schreiben oder Fotografieren sind da gute Möglichkeiten. Auch das Führen eines Tagebuchs kann helfen, negative Emotionen loszulassen und wieder einen klaren Blick auf die Dinge zu bekommen.

5. Ehrlich mit sich selbst sein

Bei der Verarbeitung sollte man unbedingt ehrlich mit sich selbst sein. War die vergangene Beziehung wirklich so gut, wie wir uns das in unseren Gedanken ausmalen? Oftmals sieht man die Situation auch durch eine rosarote Brille, und übersieht Probleme, die aus neutraler Sicht durchaus bestanden haben. Wurden meine Bedürfnisse in der Beziehung wirklich erfüllt? Konnte ich die Bedürfnisse der Partnerin oder des Partners erfüllen? Da kann auch ein Gespräch mit Freund:innen helfen. Die Situation realistisch einzuschätzen.

6. Kontaktabbruch – ja oder nein?

Auch hier muss man ehrlich zu sich selbst sein. Letztlich hat die Partnerin oder der Partner mit der Trennung ja signalisiert, dass sie oder er Abstand braucht. Das sollte man respektieren. Stalken auf Social Media oder ständiges Anrufen bringen keinem etwas. Vor allem tut man sich damit selbst weh. Es kann aber auch durchaus Gründe geben, beispielsweise Kinder, die einen völligen Abbruch des Kontakts unmöglich machen. Dann sollte man eine Möglichkeit des konstruktiven wertschätzenden Kontakts finden. Auf keinen Fall sollte man im Freundeskreis schlecht über die Verflossene oder den Verflossenen reden – und auf keinen Fall versuchen, sich zu rächen.

7. Ablenkung durch neue Beziehung?

Viele versuchen auch, sich durch eine neue Beziehung abzulenken. Das klappt meist nur mäßig. Die neue Beziehung ist häufig nur ein Trostpflaster, und Sex löst zwar ein vermeintliches Gefühl der Nähe aus, dass aber die alte Beziehung nicht ersetzen kann. Schlechte Gefühle gegen schöne tauschen zu wollen, um die Wut oder Trauer nicht zu spüren, das ist schwer und braucht Zeit. Das gute Gefühl durch die Ablenkung mit jemand anderem dauert meist nur kurz – und der Liebeskummer kommt zurück. Im Durchschnitt dauert Liebeskummer übrigens länger als ein Jahr, haben Studien herausgefunden.


Christine Backhaus, Beziehungs-Coach

aus der Sendung vom

Fr, 1.4.2022 | 12:15 Uhr

Das Erste