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Junge spielt mit einem Wasserball

Selbermachen Badespielzeug reparieren

Kaputtes Badespielzeug muss nicht gleich weggeworfen werden. Reparieren Sie es doch selber oder bringen es in ein Repair-Café! Diplom-Ingenieur Andreas Frisch zeigt wie's geht.

Wasserball reparieren

Material

  • Wanne mit Wasser oder Sprühflasche mit Spülmittel
  • Handtuch
  • Filzstift mit Markieren
  • Küchenrolle
  • Brennspiritus
  • Schere
  • Flicken oder alter Wasserball
  • Pinzette
  • Extra weich-PVC-Kleber
  • Tortenheber
  • Eieruhr oder Wecker
  • rundes Wasserglas

So geht's:

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Schritt für Schritt durch die Reparatur

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Um die undichte Stelle im Wasserball zu finden, den Ball in eine Wanne mit Wasser tauchen. Dort wo sich im Wasser Blasen bilden, hat er ein Loch.

Um die undichte Stelle im Wasserball zu finden, den Ball in eine Wanne mit Wasser tauchen. Dort wo sich im Wasser Blasen bilden, hat er ein Loch.

Für Größeres Spielzeug, die Stellen mit einer Spülmittel- oder Shampoo-Lösung einsprühen. Wenn sich Blasen bilden, haben sie das Loch gefunden.

Das Loch mit einem Filzstift markieren.

Die Luft aus dem Wasserball raus lassen und den Ball gut abtrocknen. Die zu reparierende Stelle mit Brennspiritus reinigen.

Aus einem alten Wasserball einen Flicken ausschneiden.

Extra weichen Komponenten Kleber auf den Flicken auftragen ...

und den Kleber mit einem Tortenheber verteilen.

Den Kleber auch noch einmal auf die zu reparierende Stelle auf dem Wasserball auftragen.

Den Kleber 5 Minuten antrocken lassen

Dann den Flicken mit Hilfe der Pinzette ohne Falten aufkleben.

Den Flicken mit Hilfe eines Glases festwalzen.


Das Repair-Café

Die Idee kommt aus Holland. In Amsterdam wurde bereits 2009 das erste Repair-Café eröffnet.

Hier ein paar Zahlen dazu:

Seit Ende 2015 gibt es bereits über bereits über 900 Repair Cafés verteilt auf 22 Länder. Auf der ganzen Welt engagieren sich über 13000 Ehrenamtliche gegen Wegwerfmentalität und somit auch gegen sinnlosen Konsum. Über 300 deutschsprachige Repair-Cafés gibt es bereits.

Die Idee eines Repair-Cafés:

  • Kaputte Dinge reparieren
  • Ehrenamtlich Knowhow weitergeben
  • Dem Konsumwahn, alles immer neu zu kaufen, entgegenwirken
  • Soziale Treffpunkte schaffen und Wissensaustausch

Keine Konkurrenz für Profis

Der klassische Repair-Café Besucher ist nicht der Kunde, der den Fachmann aufsuchen würde, sondern eher der Wegwerf-Typ. Die Ehrenamtlichen animieren zum Erhalt der Dinge und verweisen häufig sogar auf die Fachleute. So wird das Interesse des Reparierens wieder geweckt.

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