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Eine Gartenmöbel-Sitzgruppe aus Massiv-Holz steht auf einer Wiese.

Repair-Café Pflege von Gartenmöbeln

Gartenmöbel sind der Witterung ausgesetzt und brauchen deswegen ab und zu eine Überholung. Andreas Frisch zeigt wie's geht!

Eiserne Möbel sind anfällig für Rost. Bevor die verrosteten Stellen neu lackiert werden können, müssen sie sorgfältig vom Rost befreit werden, weil dieser sonst aus der Tiefe weiter das Metall zerfrisst. Bei glatten Oberflächen funktioniert dies am besten mit mechanischen Methoden, also z.B. Abschleifen mit Sandpapier. Bei strukturierten Oberflächen mit kleinen Ritzen kann man stattdessen auch einen chemischen Rostumwandler benutzen, der den Rost in graue Eisenverbindungen umwandelt, das dann überstrichen werden können. Bei kleinteiligen Reparaturen von farbigen Oberflächen kann man hierfür normalen Nagellack benutzen!

Unbehandelte Eisenoberflächen können mit einem Klarlack-Spray unter Beachtung der Schutzhinweise auf der Dose wetterfest lackiert werden.

Wenn Holzmöbel wackelig werden, so sind meistens Verstrebungen aus dem Leim gegangen. Die Schnellmethode ist, die Verbindungen zu verschrauben. Dazu müssen rostfreie Schrauben aus Edelstahl mit Teilgewinde benutzt werden. Wenn man es richtig ordentlich machen möchte, so muss die Verbindung komplett gelöst und neu verleimt werden.

Allgemein gesprochen kann man an Holzmöbeln problemloser selbst Reparaturen vornehmen, Kunststoffmöbel sind im Normalfall irreparabel und müssen z.B. bei Brüchen weggeworfen werden. Auf eine spezielle Oberflächenbehandlung kann bei hochwertigen Hölzern wie z.B. Teak oder Douglasie sogar ganz verzichtet werden, die Hölzer vergrauen und bleiben durch die enthaltenen Gerbstoffe witterungsbeständig. Durch Streichen kann hier sogar teilweise im Gegenteil bewirkt werden, dass Wasser durch Lackschäden unter die Oberfläche gelangt und die Möbel dadurch verfaulen.

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So bringen Sie Ihre Gartenmöbel auf Vordermann!

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Rost an fein strukturierten Oberflächen und in Ritzen lässt sich schwierig mit mechanischen Mitteln entfernen.

Rost an fein strukturierten Oberflächen und in Ritzen lässt sich schwierig mit mechanischen Mitteln entfernen.

In diesen Fällen kann ein chemischer Rostumwandler helfen, der mit einem kleinen Pinsel aufgetragen wird und der in die Ritzen kriecht. Man trägt die Lösung gegebenenfalls mehrmals auf und lässt sie insgesamt mind. 3 Stunden einwirken.

Der Rost wandelt sich dadurch in blaugraue Eisenverbindungen um, die nicht mehr weiter rosten und überstrichen werden können. Überschüssiger Rostumwandler kann mit Seifenwasser abgewaschen werden, danach warten bis alles getrocknet ist.

Bei kleinteiligen Reparaturen und besonderen Farbtönen kann man mit einfachem Nagellack arbeiten, dann muss man sich nicht einen teuren Lack extra anrühren lassen. Für die Grundfarben gibt es natürlich fertige Metalllacke im Farbenfachhandel oder im Baumarkt.

Unbehandelte Eisenteile wie dieser Tischdeckenhalter rosten besonders schnell.

Glatte Oberflächen lassen sich am einfachsten mit Schmirgelpapier entrosten. Bei größeren Flächen kann man auch gut Elektrowerkzeuge (Schwingschleifer, Deltaschleifer, Winkelschleifer...) benutzen. Die Stäube nicht einatmen - Atemmaske!

Mit einem Klarlack aus der Spraydose, die nach den Hinweisen auf der Dose verarbeitet wird, kann die gesäuberte Oberfläche wetterfest geschützt werden.

Die Schnellmethode um einen verwitterten Stuhl zu behandeln ist es, die Verbindungen mit rostfreien Teilgewindeschrauben zu fixieren.

Will man es ordentlich machen, so muss der Stuhl zunächst demontiert werden. In diesem Fall geht das mit einem Schraubenschlüssel und einem Inbusschlüssel.

Wie man sieht sind die Verbindungen komplett locker.

Die Mittelstrebe wurde nur noch von den Nägeln gehalten. Sie muss vorsichtig herausgehebelt werden, anschließend kann man die Nägel mit einem Hammer herausschlagen und dann mit einer Beißzange entfernen.

Die zu verleimenden Oberflächen an Zapfen (Schleifpapier) und Zapfloch (vorsichtig mit Stechbeitel) müssen sorgfältig von Rückständen befreit werden.

Anschließend werden beide Oberflächen großzügig mit Montagekleber oder wasserfestem Leim eingepinselt.

Nun muss mit einer Schraubzwinge für mehrere Stunden kräftig gepresst werden damit der Leim richtig hält. Wenn man es ganz besonders gut meint, kann man vor dem Pressen zusätzlich auch noch verschrauben. Nach dem Zusammenbau sollte man auch die restlichen Schrauben kräftig anziehen, anschließend ist der Stuhl wieder stabil.

Viel Spaß beim gemütlichen Sitzen im Garten wünscht

Ihr Repairfox Andreas Frisch