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Möbius-Loop

SENDETERMIN Di, 7.1.2020 | 12:15 Uhr | Das Erste

Handarbeit Möbius-Loop stricken

Dieser Schal ist nicht null-acht-fünzehn - er hat den Twist! Strickdesignerin Tanja Steinbach hat eine tolle Anleitung für euch.

Umfang etwa 56 -60cm, Höhe etwa 33-35 cm

Material

Für einen Loop benötigen Sie 100g eines weichen und voluminösen Effektgarnes mit Farbverlauf (bspw in der Matreialzusammensetzung 75% Schurwolle (Merino), 15% Baby Alpaka und 10% Polyamid mit Lauflänge 140m /50g) in Wunschfarbe.

Das Originalmodell wurde aus „Piuma“ von Lana Grossa gestrickt. Alternativ können Sie beispielsweise auch „Creative Smile“ von Rico Design, „Malou“ von Lang Yarns oder „Kyoto“ von Katia verwenden. Diese Garne haben ein ähnliches Volumen, jedoch eine andere Garnzusammensetzung & einen anderen Farbeffekt . Achten Sie vor allem darauf, dass sich bei anderen Lauflängen der Garnverbrauch und auch die Maschenprobe verändern kann und passen Sie die Angaben ggf. entsprechend an!

  • 1 Rundstricknadel in Stärke 7-8 mm, 120 cm lang
  • Für den Kordelrand 1-2 kurze Nadelspielnadeln Stärke 6 mm
  • 1 Maschenmarkierer für den Rundenbeginn
  • 14 andere Maschenmarkierer für die Rapportunterteilung
  • Schere
  • Maßband
  • Vernähnadel

Maschenprobe

Mit Nadelstärke 7-8 mm im Strukturmuster (ungedehnt) entsprechen etwa Runden 15 Maschen x 20 Runden = 10 cm x 10 cm

Strukturmuster

Siehe Strickschrift zum Ausdrucken!

2 Maschen aufstricken

Stechen Sie mit der rechten Nadel in die 1. Masche wie zum rechts stricken ein und bilden eine Schlinge, die Schlinge und die Masche dabei nicht von den Nadeln gleiten lassen. Stechen Sie nun mit der linken Nadelspitze von vorne nach hinten in die Schlinge auf der rechten Nadel ein und nehmen diese als neue Masche auf die linke Nadel. Ab * noch 1x wiederholen, für die 2. neue Masche stechen Sie dabei in die zuletzt gebildete Masche ein.

So geht's

Nach der Anleitung für den Möbiusanschlag 90 Maschen anschlagen. Dadurch dass die Anschlagmaschen „oben und unten“ abgestrickt werden, sind insgesamt 180 Maschen auf den Nadeln. Zur Runde schließen und den Rundenbeginn markieren.
Nun die 1. Runde stricken dabei alle Maschen rechts stricken.

Tipp: Als Hilfestellung für das Strukturmuster jeweils nach 12 Maschen einen Maschenmarkierer einsetzen. Diese Mschenmarkierer sollten sich von dem Maschenmarkierer welcher den Rundenbeginn kennzeichnet unterscheiden.

Hinweis: Wenn in der ersten Runde die erste Hälfte der Maschen gestrickt sind, = nach 90 Maschen (der Maschenmarkierer vom Rundenbeginn ist wieder erreicht. Dieser befindet sich auf dem Seil unterhalb der gestrickten Masche) wird einfach weitergestrickt. Das Gestrick dreht sich etwas und die Rückseite der Maschen der ersten Hälfte wird sichtbar – das ist jedoch für diese Technik üblich.

Für den Loop ab der 2. Runde nun im Strukturmuster nach Strickschrift weiterarbeiten, dabei den Rapport von 12 Maschen stets wiederholen. Nach der ersten Runde 1x Runde 4-12 und anschließend noch 2x Runde 1- 12 nach der Strickschrift arbeiten.

Hinweis: Die erste Hälfte der Runde endet nach 90 Maschen mit einem halben Rapport so dass sich der Rapport auf der gegenüberliegenden Seite automatisch versetzt!

In der nächsten Runde in Vorbereitung für den Kordelrand eine Runde rechte Maschen stricken. In der nächsten Runde alle Maschen mit einem Kordelrand abketten.

Maschen mit dem Kordelrand abketten

Am Rundenbeginn auf eine der dünneren Nadelspielnadeln 2 Maschen aufstricken, dann mit der 2. Nadelspielnadel * 1 Maschen rechts stricken, anschließend 2 Maschen rechts überzogen zusammenstricken, die 2. Masche ist dabei eine Masche der Abkettkante. Nun die Nadelspielnadel nicht wenden, sondern die Nadel soweit durch die 2 Maschen zurückschieben, dass am rechten Ende der Nadel wieder weiter gestrickt werden kann. Den Arbeitsfaden an den Nadelanfang holen und wie ab * beschrieben stets wiederholen bis alle Maschen der Kante verarbeitet sind. Dabei den Arbeitsfaden immer wieder fest anziehen, so das eine runde Kante entsteht. Wenn alle Maschen der Abkettkante in den Kordelrand eingestrickt wurden, die 2 Maschen des Kordelrands wie gewohnt abketten, Faden abschneiden und durch die letzte Masche ziehen. Mit dem Restfaden die Abkettkante des Kordelrands mit dem entsprechenden Beginn zusammen nähen.

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Schritt für Schritt zum Möbius-Anschlag

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Wie gewohnt eine Anfangsschlinge auf eine Nadelspitze arbeiten (Fadenende etwa 15-20cm lang), die „restliche“ Rundstricknadel / Seil 1x im Uhrzeigersinn zur Schlaufe legen und mit der rechten Hand die Nadelspitze mit der Anfangsschlinge und das Seil halten. Das Fadenende liegt vor dem Seil der Rundstricknadel (den Arbeitsfaden wie gewohnt auf dem linken Zeigefinger etwas hinter der Rundstricknadel halten)

Wie gewohnt eine Anfangsschlinge auf eine Nadelspitze arbeiten (Fadenende etwa 15-20cm lang), die „restliche“ Rundstricknadel / Seil 1x im Uhrzeigersinn zur Schlaufe legen und mit der rechten Hand die Nadelspitze mit der Anfangsschlinge und das Seil halten. Das Fadenende liegt vor dem Seil der Rundstricknadel (den Arbeitsfaden wie gewohnt auf dem linken Zeigefinger etwas hinter der Rundstricknadel halten)

Die rechte Nadelspitze unter dem Seil nach hinten führen, den Faden erfassen und unter dem Seil durchziehen und wieder nach oben nehmen.

Die rechte Nadelspitze über dem Seil von rechts nach links hinter dem Arbeitsfaden entlang nach vorne führen und so 1 Schlinge auf die Nadel arbeiten. Step 2 und 3 immer im Wechsel so oft wiederholen bis die benötigte Maschenzahl erreicht ist, nach einem Step 2 enden. Es befinden sich auf der Nadel ebenso viele Schlingen wie auf dem Seil, das unter der aufnehmenden Nadel liegt (gerade Maschenzahl). Das bedeutet, wenn 90 Maschen angeschlagen werden befinden sich insgesamt 180 Schlingen auf Nadel & Seil!
Dieser Anschlag bildet später die Mitte (Längsmitte) des Loopschals und wird in der ersten Runde von beiden Seiten „bestrickt“!

Die linke Nadelspitze soweit ziehen/schieben, dass beide Spitzen zum Stricken aneinander stoßen, die Maschen dabei über die gesamte Doppelschlaufe der Rundstricknadel verteilen. Damit der Möbiusloop die richtige Drehung bekommt, müssen Seilschlaufe und Nadeln an dieser Stelle sorgfältig kontrolliert werden: dazu an der rechten Nadelspitze beginnen, das Seil sollte sich unter der Nadelspitze befinden. Am Übergang von Nadelspitze zum Seil liegen dann die beiden Seile übereinander. Beide Seile dürfen sich auf der gesamten Länge bis zur linken Nadelspitze nicht überkreuzen! Die linke Nadelspitze liegt unterhalb des Seils. Um die Runde zu schließen, die linke Nadelspitze hinter dem Seil nach oben heben, das Seil kreuzt die linke Nadelspitze vorne – damit erreicht man die Drehung der mittleren Maschenrunde um 180°. Hinweis: Das sorgfältige Überprüfen des Seils ist nur an dieser Stelle vor dem Schließen der Runde nötig – sollte aber hier auch sehr genau gemacht werden. Beim anschließenden Stricken geht dann alles „fast von allein“. Da der Rundenbeginn später kaum zu erkennen ist, hängt man vor dem Schließen der Runde einen Maschenmarkierer auf die rechte Nadel.

Der Möbiusanschlag wird nun durch das Abstricken der Schlingen zur Runde geschlossen. Die Schenkel der Anschlagschlingen zeigen im Wechsel in unterschiedliche Richtungen. Um dies auszugleichen in der ersten Runde die Maschen unterschiedliche rechts abstricken: Bei „verdreht-liegenden“ Maschen in das hinter der Nadel liegende Maschenteil einstechen, dann bei der nächsten Masche wie gewohnt in das vorne liegende Maschenteil einstechen. Ab der 2. Runde liegen alle Maschen in der gleichen Richtung.

Nach der 1. Hälfte der Doppelrunde, = nach 90 Maschen liegt der Markierer zwischen den entsprechenden beiden Maschen auf dem unteren Seil. Für die komplette Runde, bis der Maschenmarkierer, welcher den Rundenbeginn kennzeichnet, wieder erreicht ist weitere 90 Maschen stricken, dabei wird nun in die untere Anschlagschlinge gestrickt.

Wenn der Maschenmarkierer wieder auf der linken Nadelspitze liegt ist die Doppelrunde beendet. Auf diese Weise weiterarbeiten, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.