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Hallo Buffet Gesund bleiben mit Heilpflanzen

Schon die Großmutter wusste, dass man viele Wehwehchen mit Brennessel, Knoblauch und Co. lindern kann. Die Pflanzenheilkunde ist eine der ältesten Heilmethoden der Welt. Heilpraktikerin Melanie Wenzel zeigt ein paar vitalisierende Mittel aus der Natur.

Was sind Heilpflanzen? 

Seitdem es Menschen gibt, haben sie Pflanzen genutzt. Als Nahrungsmittel genauso wie als Hilfsmittel bei Krankheiten. Heil werden heißt: gesund werden auf eine Art, die den ganzen Menschen im Blickpunkt hat, sowohl mit körperlichen als auch mit seelischen Problemen – genau das geschieht mit Hilfe von Heilpflanzen.

Ein bekanntes Beispiel dafür ist das Johanniskraut, das auch als "Sonne für die Seele" bezeichnet wird. So wie das Johanniskraut, wirken alle Heilpflanzen auf den ganzen Menschen: Lavendel hilft verdauen und die Linde senkt das Fieber am Anfang einer Erkältung oder Grippe. Beide sind obendrein wahre "Stresslöser". Denken Sie nur an ein Lavendelbad.

Rosmarin bewirkt das Gegenteil, er bringt eher den Kreislauf in Schwung, sorgt dabei gleichzeitig für kreative Ideen und verbessert außerdem das Gedächtnis.

Pflanzen sammeln

Überall sprießt das Grün und die Natur erwacht zu neuem Leben. Jetzt ist die beste Zeit um Heilpflanzen zu sammeln. Die besten Plätze sind abseits von Straßen und gedüngten Feldern, an denen viele gleichartige Pflanzen zusammenstehen. Damit ein Nachwuchs gesichert ist, sollten Sie nie alle Pflanzen pflücken.

Achtung: Oft sehen sich heilende und giftige Pflanzen sehr ähnlich. Es empfiehlt sich daher, ein Bestimmungsbuch dabeizuhaben.

Herbstzeitlose und Maiglöckchen wachsen zur gleichen Zeit und an ähnlichen Stellen wie Bärlauch. Die Doppelgänger speichern in ihren Blättern allerdings Inhaltsstoffe, die nach dem Verzehr lebensgefährliche Vergiftungen auslösen können.

Collage aus Bärlauch-Blättern und Blättern des Maiglöckchens

Links Bärlauch, rechts Maiglöckchen

Wichtigster Unterschied zwischen den Pflanzen sind die Blätter: Jedes Bärlauchblatt wächst an einem einzelnen Stängel aus dem Boden, meist dicht beieinander. Dagegen weisen Maiglöckchen immer zwei Blätter an einem Stängel auf.

Auch auf die Nase können sich die Bärlauchsammler verlassen. Reißt man ein Blatt auseinander oder zerreibt es zwischen den Fingern, riecht der Bärlauch nach Knoblauch. Vorsicht jedoch bei diesem Trick, denn hat man bereits mehrere Blätter zwischen den Fingern zerrieben, bleibt der Geruch an den Fingern haften und man kann Maiglöckchen und Herbstzeitlosen nicht mehr von Bärlauch unterscheiden!!!

Deshalb: Schauen Sie sich das Blatt genau an und verlassen sie sich immer in erster Linie darauf, dass Bärlauch mattgrün ist und einzeln aus dem Boden wächst.

Heilpflanzen aus der Apotheke

Wenn Sie sich nicht auskennen, können Sie die Heilpflanzen auch in der Apotheke, im Bioladen oder in Kräuterläden kaufen. Wichtig ist nur, dass Sie darauf achten, dass der Umsatz in diesem Geschäft auch groß genug ist, damit Sie keine "Ladenhüter" mit nach Hause nehmen. Der Gehalt an Inhaltsstoffen nimmt nach einem Jahr ab.

Rezeptideen:

Herzwein nach Hildegard von Bingen

Einkaufsliste:

8-10 Stengel Petersilie

1-2 Esslöffel Weinessig  

1 Liter Rotwein

80 bis 100 Gramm Honig

Zubereitung:

Die Petersilie mit dem Weinessig in Rotwein ca. 10 Minuten zugedeckt kochen lassen. Dann den Honig einrühren und nochmal 4 bis 5 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Nun kann die Flüssigkeit abgeseiht werden und in eine saubere Flasche abgefüllt werden.

Man nimmt zur Stärkung des Herzens 2 bis 3 mal täglich einen Esslöffel ein.

Kraut-der-Unsterblichkeit-Tee

Einkaufsliste:

7-10 frische, junge Triebe der Jiaogulan-Pflanze
(oder 1 TL getrocknete Jiaogulan-Blätter)
Zitronensaft und Honig

Zubereitung:

Schneiden Sie die jungen Triebe klein. Geben Sie das Kraut in eine Teetasse und gießen Sie mit kochendem Wasser auf. Lassen Sie den Tee mindestens 5 Minuten zugedeckt ziehen. Den Tee durch ein Sieb in eine zweite Tasse abgießen - fertig! Wenn Sie möchten, können Sie den Tee noch mit etwas Honig süßen oder mit ein paar Spritzern Zitrone verfeinern.

Quelle: Melanie Wenzel, Meine besten Heilpflanzen-Rezepte. 2013.

Knoblauchtrunk

Einkaufsliste:

5 unbehandelte Zitronen
30 Knoblauchzehen

Zubereitung:

Entfernen Sie die Enden der Zitronen und schneiden Sie die Früchte dann in dicke Scheiben. Die Knoblauchzehen schälen. Pürieren Sie die Zitronenscheiben mit den gehäuteten Knoblauchzehen im Mixer zu Mus. Geben Sie das Zitronen-Knoblauch-Mus in einen Topf, fügen Sie 1 Liter kaltes Wasser hinzu und lassen Sie alles einmal kurz aufkochen. Nehmen Sie den Topf vom Herd. Füllen Sie die heiße Flüssigkeit langsam in eine Flasche und verschließen Sie diese sofort.

Quelle: Melanie Wenzel, Meine besten Heilpflanzen-Rezepte. 2013.

Granatapfelsaft

Einkaufsliste:

1 Granatapfel

Zubereitung:

Rollen Sie den Granatapfel mit Druck mehrmals auf der Tischplatte. Dabei sollten Sie es Knacken hören, wenn der Samenmantel zerplatzt. Stechen Sie nun mit einem sehr scharfen Messer ein Loch in die Frucht, stecken Sie einen Strohhalm hinein und trinken Sie den Saft ganz aus. Wenn Sie auch die herbsüßen Kerne naschen wollen, schneiden Sie den Granatapfel anschließend durch den Blütenansatz hindurch vorsichtig auf. Halten Sie jede Hälfte in ein Schälchen mit Wasser und kratzen Sie die Kerne mit einem Teelöffel heraus. Das schützt vor Spritzern, denn der gerbstoffhaltige Saft kann hartnäckige Flecken hinterlassen. Die Kerne fischen Sie jetzt einfach aus dem Wasser.

Quelle: Melanie Wenzel, Meine besten Heilpflanzen-Rezepte. 2013.

Buchtipps:

Buch

Melanie Wenzel

Meine besten Heilpflanzen-Rezepte für eine gesunde Familie

Verlag:
Gräfe und Unzer
Produktion:
München 2013
Preis:
19,99 Euro

Buch

Ursula Stumpf

Unsere Heilkräuter: bestimmen und anwenden

Verlag:
Frankh Kosmos Verlag
Produktion:
Stuttgart 2012
Preis:
14,99 Euro.

Buch

Ursel Bühring

Alles über Heilpflanzen

Verlag:
Eugen Ulmer Verlag
Produktion:
Stuttgart 2011
Preis:
29,90 Euro

Expertin im Studio:

Melanie Wenzel

Heilpraktikerin