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Bleivergiftung für Seeadler

23.02.2009, von

Warum hat die Bundesregierung bzw. haben die für das Jagdrecht zuständigen Landesregierungen bleihaltige Munition nicht längst verboten? Müssen denn erst immer noch weitere Tiere an Bleivergiftung krepieren?

Es ist zu beobachten, dass seit Wintereinbruch zunehmend vergiftete Seeadler aus allen Bundesländern mit Seeadlervorkommen in die Berliner Tierklinik gebracht werden. Seit September 2008 sind zwölf Tiere eingeliefert worden, bei zehn Vögeln wurde eindeutig eine Bleivergiftung festgestellt.

Quelle: NABU | Themen | Jagd | Bleimunition: Berliner Seeadlerweibchen ringt mit dem Tode.

Kitz an der Flasche

27.08.2008, von

Rehkitz - Copyright Axel Weiss/SWR

Wo die Mutter dieses Rehkitzes steckt, weiß keiner. Gefunden wurde es wenige Tage alt allein am Waldrand. Allein lassen wollten es die Finder dort nicht, eine unter Naturschützern sicher strittige Entscheidung. Aufgezogen wird’s jetzt mit der Flasche von einer Pfälzer Familie, wo ich es gestern im Garten gesehen habe.

Arme Hunde

16.05.2008, von

Kackverbot - Copyright Axel Weiss

Was, bitte, sollen die armen Viecher jetzt machen? Platzen? Gesehen dieser Tage auf dem Weg zum Drachenfels oberhalb von Königswinter.

Tödliches Licht für Kormorane

04.04.2008, von

Angler lieben Fisch. Fischer lieben auch Fisch. Kormorane fressen Fisch. Damit ist das Problem der Kormorane in Deutschland klar umrissen. Jüngster Höhepunkt: die planmäßige Vernichtung der Brut der einzigen Bodensee-Kolonie des Kormorans. In einer kalten Nacht sollen die brütenden Vögel durch Licht so gestört werden, dass sie ihr Gelege und geschlüpfte Küken verlassen und damit töten. Der Naturschutzbund ist sauer, wie ich meine, auch zu Recht:

„Hier soll eine geschützte Vogelart massiv dezimiert werden. Kormorane gehören zur Natur Baden-Württembergs und zum Bodensee wie Schilf und Wasser. Wer einen Aktionsplan Biologische Vielfalt vorlegt, kann nicht zugleich die Vernichtung der Kormorankolonie im Naturschutzgebiet Aachried zulassen. Wir würden uns freuen, wenn Naturschutz-Minister Peter Hauk sich heute für den Schutz des Kormorans ausspricht“,

meint der NABU-Landesvorsitzende Dr. Andre Baumann. Die Vogelfreunde protestieren mit E-Mails gegen die geplante Vernichtung. Angeblich sind bereit über 2100 Mails im zuständigen Regierungspräsidium eingetroffen.

Zum Schächten über den Atlantik

16.03.2008, von

Tiertransporte im Pantanal - Copyright Rainer Radtke

Der Landwirtschaftsgigant Brasilien exportiert zunehmend lebende Rinder. Waren es 2003 noch gerade mal 2000 Stück wurden zuletzt 2007 über 430.000 Rinder exportiert. Allein vierzig Prozent davon gehen in den Libanon, las ich dieser Tage in der „Folha de Sao Paulo“. Im Libanon wird dann geschlachtet. Die brasilianischen Zebus dienen so der Versorgung des Mittleren Orients mit Rindfleisch, das nach den muslimischen Schächtvorschriften erzeugt wurde. Wäre mal interessant herauszufinden, wie solche Rindermengen eigentlich über den Atlantik transportiert werden und unter welchen Bedingungen sie stattfinden. Ich fand ja den Transport der Rinder aus dem Pantanal hinaus auf Lastwagen (Bild) schon tierquälerisch.
Interessant übrigens auch folgendes:
Die EU hatte kürzlich die Einfuhr von brasilianischem Rindfleisch verboten. Offizielle Begründung: Unzureichender Nachweis, dass das Fleisch aus Beständen ohne Maul-und-Klausen-Seuche stammt. Die von den brasilianischen Behörden erstellte Liste sei zu pauschal, so der Vorwurf der EU. Entgegen der in vergleichbaren Fällen üblichen Schelte auf fremde Länder und deren (mehr oder weniger verkappten) Protektionismus forderte die brasilianische Presse in diesem Fall Verbesserungen der Kontrollen im eigenen Land.

Neue Heimat für Testkaninchen

10.01.2008, von

Copyright Axel Weiss

Eine Kollegin waren kurz vor Weihnachten im Kölner Raum unterwegs. Zoohandlungen testen. Sie verlangte jeweils nach einem jungen Zwergkaninchen für ihr angebliches Kind. Das Fazit der Testkäufe war wenig erfreulich:

In acht von neun Geschäften wurden wir unzureichend oder schlecht beraten und konnten, entgegen dem Tierschutz, ein einzelnes Kaninchen kaufen. Sechs dieser acht Tiere waren krank oder viel zu jung.

So weit, so schlecht. Übrig blieben bei diesem Einsatz acht Zwergkaninchen, die eine neue Heimat suchten. Wie’s der Zufall wollte verstarb gerade das geliebte Meerschweinchen meiner zehnjährigen Tochter und als ich aus Köln mit der Frage konfrontiert wurde „Kennst Du nicht jemanden, der Zwergkaninchen haben möchte?“ stand die Antwort eigentlich schon fest.

Copyright Axel Weiss

Ein Übersichtsfoto mit acht Kaninchen drauf wurde zu Hause sofort mit Namen beschriftet. Und weil im Biobuch der fünften Klasse inzwischen jedes Kind nachlesen kann, dass Zwergkaninchen nicht allein gehalten werden sollen, standen ganz schnell zwei Namen auf den Fotos. Eine elend lange Woche dauerte es dann noch bis die Kollegin aus Köln mal wieder in Mainz war.

Copyright Axel Weiss

Lotta ist es übrigens dann doch nicht geworden, sondern Lori (oben links), denn Lotta verstand sich mit Lilly nicht so gut. Seitdem jedenfalls ist die Kinder- und Tierwelt bei uns wieder in Ordnung. Und die anfangs noch sehr winzigen Lilly und Lotta haben, wie ich gestern erfahren habe, auch schon ordentlich an Gewicht zugelegt. Ein gute Zeichen.

Bienensterben weiter unklar

09.11.2007, von

Es war wohl doch etwas voreilig, einem Virus die Schuld am mysteriösen Bienenvolkmassensterben in den USA zu zu schieben. Das hatten Wissenschaftler vor einigen Wochen behauptet. Jetzt meldet Wissenschaft-online unter Berufung auf das „American Bee Journal“, das angeblich eingeschleppte australische Virus sei schon lange vorher in den USA verbreitet gewesen, ein massenhaftes Bienensterben wie das „Colony Collaps Disorder“ hätte es aber nicht ausgelöst.

Rettet die Wölfe

04.11.2007, von

Link zum FilmEine kurze filmische Liebeserklärung an die Wölfe nach dem Motto: „I miss you when you’re gone…“. Geschickt gemacht: Fernsehbilder von Wölfen und Wolfrudeln der Kollegen von der BBC kombiniert mit einem Song der gerade MTV-bepreisten Avril Lavigne. Das hat schon was. Wer’s selbst anschauen möchte – einfach auf das nebenstehende Bild mit dem Filmprojektor klicken.

Vergiftete Mäuse

04.10.2007, von

Bundesweit gibt’s dieses Jahr eine Mäuseplage. Feldmäuse. Zigtausende machen den Bauern das Leben schwer. Die Bauern wiederum greifen vielerorts zu Giftkörnern und zwar flächendeckend. Mit Ausnahmegenehmigung des zuständigen Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Naturschützer halten das für einen Fehler:

„Wir befürchten, dass der großflächige Gifteinsatz Greifvögel wie Rotmilan und Mäusebussard gefährdet“, erklärt der NABU-Landesvorsitzende Siegfried Schuch. Der NABU bittet die rheinland-pfälzische Verwaltung deshalb, den Einsatz des Mäusegifts im Land zu begrenzen. In ökologisch sensiblen Gebieten müsse der Einsatz komplett verboten werden.

Mindestens aber sollte es ein Überwachungsprogramm geben, forderte der Nabu heute in einer Pressemitteilung. Und wer einen Hund hat: ich würde ihn nicht ohne Leine über die Felder lassen. Das Ratron-Gift muss zwar über mehrere Tage hintereinander eingenommen werden um zu wirken und es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass ein Hund eine bedrohliche Dosis (oder vergiftete Mäuse) frisst, dennoch: sicher ist sicher.

Artgerechte Kuhhaltung ist machbar

04.10.2007, von

Kühe auf dem Rochusberg bei Bingen

Na bitte, es geht doch. Artgerechte Kuhhaltung ist machbar und das im sonst fast kuhlosen Rheinhessen. Draussen. Auslauf. Trotzdem trockenes Stroh zum Abliegen. Am Unterstand rechts eine Kuhrückenbürste zum Scheuern. Gesehen am Rochusberg bei Bingen. (Zugegeben, das Gelände gehört zum Agrarwirtschaftsbereich der FH Bingen. Wäre ja auch sonst zu schön gewesen.)

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