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Insektensterben hausgemacht – Tod den Distelfaltern

11.07.2019, von

Was hatte ich mich über die derzeitige Invasion wärmeliebender Distelfalter aus dem Mittelmeerraum gefreut. Endlich mal wieder bunte große Falter in unserer weitgehend ausgeräumten Landschaft. Ein großer Lindenbaum im Donautal vor zwei Wochen mit Dutzenden Schmetterlingen ist mir noch als Hoffnungszeichen gegen das Insektensterben in lebhafter Erinnerung. Und ich bin nicht der einzige, der sich über das Naturschauspiel freut bzw. gefreut hat. Aber es gibt Menschen, die betrachten Distelfalter als Schädlinge. Sojabauern zum Beispiel, entnehme ich der Bauernzeitung BWagrar. Mehr als 20 Raupen pro laufender Meter bzw. eins, zwei Raupenbefallsherde pro 100 Quadratmeter gelten als „Schadschwelle“ – und dann wird gespritzt. Übrigens auch im Bioanbau, da sind Bacillus Thuringiensis Produkte zugelassen. Irgendwie verständlich: Wäre ich Sojabauer, ich hätte auch keine Lust mir mein Feld kahlfressen zu lassen. Dennoch bleibt mehr als ein Unbehagen. Da ist es auf der einen Seite gut, heimischen Anbau zu fördern und keine südamerikanischen Sojabohnen zu importieren – aber dann solche Folgen. Und das im Zeitalter des Insektensterbens. Krass, oder? Ich würde für Entschädigungen plädieren, ähnlich wie bei Gänsefraß.

Naturvision-Filmfestival zwischen Hochglanz und Engagement

12.07.2013, von

Tiere, Kinder und Sex gehen immer, wissen Filmemacher. Bleiben wir heute beim spannendsten dieser drei Themen: den Tieren. Am Donnerstag 18.7. eröffnet in Ludwigsburg das Natur-Visions-Filmfestival und bis zu Sonntag sind dort hundert Natur-, Tier- und Umweltfilme zu sehen.
Es ist schon erstaunlich, was für eine Entwicklung das Genre über die Jahre genommen hat. Da reicht’s ja heute nicht mehr aus, wie zu Grzimeks Zeiten mit einem mit Zebrastreifen angepinselten Kleinflugzeug über eine Gnukuhherde zu fliegen oder wütende Elefantenhorden beim wilden Trab durch die Savanne zu drehen.
Heute ist Hochglanz gefragt und Hightech, staunen müssen die Leute über Makroaufnahmen von Waldpilzen im Gegenlicht und natürlich reicht es nicht, diese Pilze porentief zu dokumentieren, sondern selbstverständlich muss das im Zeitraffer passieren, müssen Wochen zu Sekunden verdichtet werden, denn wer hat schon Zeit, Pilzen beim Wachsen zu zu gucken? Ok, ich ja auch nicht.
Erstmals gibt’s bei Natur-Vision auch Animationsfilme zu sehen, Zeichentrick haben wir das früher mal genannt, aber auch dieses Genre ist inzwischen technisch gepimpt, dass es eine Freude ist und da red‘ ich noch nicht von 3D-Darstellungen. Obwohl: Schon 1908 hat der in Frankreich und Russland lebende Pole Ladislaw Starewicz den Kampf zwischen zwei Hirschkäfern als Stop Motion Film gedreht, das war wohl mit der erste tierische Animationsfilms und das schon vor über hundert Jahren.
Es war dann ein weiter Weg bis zu einem modernen Klassiker von 2010 wie „Konferenz der Tiere“, der auch in Ludwigsburg gezeigt wird, wo die Tiere in der Savanne einen plötzlichen Wassermangel erkunden und dann prompt den Menschen und ihrer wasserklauenden Staumauer einen Denkzettel verpassen wollen. Ja, der Tierfilm entwickelt sich weiter, entweder eben zu Hochglanz-Extrem, mit Supermakro und spektakulären Luftaufnahmen aus teuren Hubschrauber-Drohnen, die (zum Glück nur) spektakuläre Bilder schießen. Oder aber auch in Richtung engagiertem Umweltfilm. Da mischen sich dann wie bei „Der letzte Fang“ Unterwasserbilder von der beeindruckenden Schönheit von Schwärmen des Blauen Thunfischs mit blutroten Details aus den Massakern, wenn die Fische ihr Leben für Sushi-Feinschmecker lassen müssen, verbunden mit der differenzierten Darstellung der wirtschaftlichen Abhängigkeiten der Fischer.
Eins zeigt so ein Natur-, Tier- und Umweltfilmfestival wie Naturvision deutlich: dieser Planet ist herrlich, aber: es läuft eine Menge schief mit der Natur. Nur was man kennt, kann man schützen, sagen Naturschützer, deshalb noch mal der Hinweis: von Donnerstag 18.7. bis Sonntag 21.7.: Naturvision-Filmfestival in Ludwigsburg, Details im Internet unter www.natur-vision de. Der „Kommissar im Kühlschrank“ aus dem SWR-Fernsehen, Schauspieler Andreas Hoppe, kommt übrigens auch.

Blumenkohl des Bösen, zweiter Teil

07.05.2013, von

So, die EU-Kommission hat gekreißt und gebar einen Vorschlag zur künftigen EU-Saatgutsregelung. Der hat offenbar einiges der Kritik an den kursierenden Entwürfen bereits mit berücksichtigt, dennoch bleiben einige wichtige Fragen offen. Auch wenn künftig Saatgut von Betrieben mit weniger als zehn Beschäftigen und zwei Millionen Euro Jahresumsatz nicht den vollen Anforderungen unterliegen sollen – die Details soll die Kommission erst festlegen, wenn Parlament und Ministerrat der Verordung zugestimmt haben sollen. Erfahrungsgemäß liegen genau in solchen „Details“ aber die Tücken. Welche Anforderungen gelten an Vermarktung, an Nachverfolgbarkeit, welche Packungsobergrenzen etc. – noch offen. Vorsicht also.
Zu den sonstigen Kritikpunkten hier ein langes Zitat aus der heutigen Presseerklärung der Kampagne für Saatgut-Souveränität, ich finde die genannten Punkte durchaus bedenkenswert:

„Bezüglich der bäuerlichen und gärtnerischen Saatgutproduzenten hat es im Gesetzesvorschlag keine Verbesserungen gegenüber den vorherigen Entwürfen gegeben. Gemäß Art. 5 müssen sich alle, die professionell Saatgut herstellen, als „Betreiber“ registrieren lassen und die Anforderungen der Art. 6 bis 8 erfüllen. Und bleiben sie nicht in der Nische nach Art. 36 mit der unklaren Ausgestaltung, dann müssen auch sie ihre Sorten registrieren lassen, um davon Saatgut verkaufen oder sonst auf dem Markt anbieten zu dürfen.
In Art. 14 wird eine grundsätzliche Registrierungspflicht für Sorten statuiert, von denen Saatgut auf dem Markt gebracht werden darf, und hinsichtlich der Vermarktung wird in Art. 3 der Verkauf und das Verschenken gleichgesetzt, indem definiert wird: „making available on the market“ ist das Anbieten zur Abgabe, „whether free of charge or not.“
Der für bäuerlich produziertes Saatgut wichtige Bereich von Landsorten, die keine „reinen“ Sorten darstellen, sondern Populationen, wird ebenfalls nach Art. 14 (3) in eine Ausnahmereglung geschoben, die der späteren Verordnung durch die EU-Kommission überlassen werden soll. Doch diese Landsorten sind für kleinteiligere Landwirtschaft ein wichtiges Produktionsmittel, in vielen Staaten der EU mit anderer Landwirtschaftsstruktur noch mehr als in Deutschland.
Zugeständnisse an die Saatgutindustrie
Der Vorschlag für eine neue Saatgut-Gesetzgebung fördert die High-Input Sorten der großen Saatgut-Konzerne: Zum einen soll die Erteilung eines Rechtsschutzes auf Pflanzensorten als Beleg dafür gelten, dass die Sorten den Registrierungs-Kriterien der Unterscheidbarkeit (distinctness), der Uniformität (uniformity) und der Unveränderlichkeit (stability) genügen. Das gibt dem privaten Rechtsschutz auf Pflanzenzüchtungen eine unangemessene Bedeutung im Bereich des öffentlichen Rechtes der Saatgutverkehrszulassung.
Zum anderen soll nach Art. 23 auch noch die private Zertifizierung von Saatgut erlaubt werden. Durch beides werden die Fixkosten für die staatliche Registrierungs- und Zertifizierungsbehörden auf diejenigen Züchter umgelegt, die keine eigenen Abteilungen dafür vorhalten können.
Weiterhin ist die Zahl der Regulierungen, die im Gesetzesvorschlag selber nicht ausgeführt, sondern der Kommission zur späteren Ausgestaltung überlassen werden, so enorm, dass man durchaus von einer Katze im Sack sprechen kann, die die Kommission heute vorgelegt hat. Eine Gesetzgebung sollte demgegenüber möglichst bestimmt sein. Bei der späteren Ausgestaltung der delegated acts ist zu erwarten, dass die Lobby der Saatgutindustrie in Brüssel versucht, ihren Einfluss geltend zu machen.“

Der Eindruck, dass die EU-Saatgutgesetzgebung viel stärker die industriellen Hochleistungssorten im Auge hat, verfestigt sich. Vielfalt und regionale Eigenheiten haben es schwer.

Das grüne Wunder – filmisches Waldidyll ante portas

11.09.2012, von

Ab Donnerstag im Kino: Das grüne Wunder. Unser Wald. dpa überschlägt sich schier mit Superlativen. Poetisch zarte Bilder. Grandios. Imposant. Ich habe mir Teile des Films im Presseportal des Vertriebs angesehen: Ja, das ist schon erstklassig gemacht.

Hochglanz Naturdoku auf dem technischen Stand der Zeit. Viel Zeitraffer, gekoppelt mit Bewegung. Supertotalen und inszenierte Makroaufnahmen, deren Beleuchtung aussieht wie vom Lichtmeister im Studio gesetzt.

600 Drehtage, 70 Drehorte, tagelange Tarnzeltaufenthalte. Schon toll. Trotzdem beschleicht mich ein leises Unbehagen. Das alles wirkt sehr glatt. Zu glatt. LEBT dieser Film auch? Sind es spannende Geschichten, die erzählt werden oder bleibt es bei glattgespültem Hightech, wird mehr aufwändige Effekthascherei als echter Film präsentiert? Das inhaltliche Plädoyer für mehr „Urwald“ im Sinne der potentiell natürlichen Vegetation mit lichten Wäldern und Lichtungen zielt eigentlich in die richtige Richtung.

Vielleicht liegt’s auch am Sprecher, dem Schauspieler Benno Fürmann. Er reißt mich nicht mit. Eine wundervolle Stimme hat er, keine Frage, aber das reicht nicht. Die Stimme muss leben, was sie erzählt, und genau das fehlte mir in einem Teil der Ausschnitte, die ich mir angesehen habe. Das geht anders. Sonor allein reicht nicht. Aber ich lasse mich ab Donnerstag im Kino gern vom Gegenteil überzeugen, vielleicht waren es einfach die „falschen“ Ausschnitte.

Die Messlatte beim Naturfilm liegt inzwischen verdammt hoch. Es gibt kaum noch deutsche Produktionen, geschweigen denn: Hochglanzproduktionen, weil die internationale Konkurrenz so hart ist (BBC etc.) und die deutschen Sujets international nicht so einfach zu vermarkten sind. Insofern freue ich mich, dass Jan Haft jetzt seinen TV-Zweiteiler Mythos Wald von 2009 ins Kino fortschreibt (und ein international agierendes Unternehmen wie die Kölner Splendid Medien den Vertrieb übernimmt). Sehenswert wegen der Technik dürfte der Film sicherlich allemal sein, soviel lässt sich m.E. bereits sagen.

Jetzt ist Ringelblumenzeit – regionale Freilandblumen kaufen

26.07.2012, von

Statt energieaufwändig gezogene und hertransportierte Blumen möglichst regionale Freilandgewächse kaufen – das find‘ ich gut, ein Umwelttipp der Mainzer Stadtverwaltung.  Jetzt im Sommer heißt das für uns in der Oberrheinebene konkret:

Juli: Bartnelke, Dahlien, Edeldistel, Fingerhut, Gladiolen, Glockenblumen, Goldrute, Sommeraster, Kapuziner, Kokardenblumen, Kornblumen, Lampionblumen, Lilien, Löwenmaul, Lupinen, Mohn, Phlox, Ringelblumen, Schleierkraut, Skabiosen, Sommermargeriten, Sonnenblumen, Stockrosen, Rittersporn, Rosen, Tagetes, Wicken, Zinnien

via Landeshauptstadt Mainz: Umwelttipp August 2012.

Wie heißt die Frau vom Hirsch? Reh jedenfalls nicht.

10.07.2012, von

Die blinde Blindschleiche, die als Schlange locker auf den Bananenbaum geklettert war, lachte über den dummen Esel. Der hatte behauptet, Waschbären waschen ihr Futter, bevor sie es fressen.

Na, gemerkt? Alles falsch: Blindschleichen sind keine Schlangen und auch nicht blind, die Bananenstaude ist kein Baum, Esel sind nicht dumm und Waschbären ertasten und beschnuppern ihr Futter, aber waschen es normalerweise nicht. Trotzdem: Es gibt immer jemanden, der solchen oder ähnlichen Unfug behauptet. Nicht nur das Internet strotzt voller Irrtümer, die sich so hartnäckig halten wie das Märchen vom eisenreichen Spinat, das irgendwann mal durch einen Druckfehler in einer Lebensmittelinhaltsstofftabelle ausgelöst wurde. „Wie heißt die Frau vom Hirsch? Reh jedenfalls nicht.“ weiterlesen →

Möp, Re:publica und der kommunitarische Garten

03.05.2012, von

Für Analogies ist Repubblica eine italienische Zeitung. Für die anderen ist die Re:publica in Berlin Anfang Mai DER Szenetreff 2.0 schlechthin. Meet and greet nicht für die Reichen und Schönen, sondern für Nerds und Geeks. (Was das ist, könnt ihr bei Wikipedia nachschlagen, Droogys. Ein Tipp: Hornbrillen und Tastaturen neben dem iPad!)

Re:publica, das ist alles vom und übers Netz und dazu ein Action-Rahmenprogramm mit Möp, Tweet und Parkour: Was einst der Querfeldein-Hindernislauf für Landeier ist heute Parkour für Großstadtschlampen aller Geschlechter. Muckibudengestählte Traceure klettern über Mauern, Zäune, Stock und Steine und versuchen sich dabei nicht die Beine zu brechen.

Apropos Großstadt: Neben Parkour ist derzeit Urban Gardening angesagt in den Metropolen der Welt. Der Berliner Fotograf Matthias Walendy dokumentiert mit seinem Projekt Re:green, wie da zwischen Mitte und Kreuzberg gegrünt, gegossen und gepflanzt wird, dass der alte Daniel Gottlob Moritz Schreber seine Freude gehabt hätte. Schließlich erfand der fanatische Preusse vor 200 Jahren nicht nur den Geradhalter für die korrekte Sitzhaltung und allerlei Geräte zur Verhinderung der Masturbation, sondern er glaubte auch an die Ertüchtigung städtischer Jugend durch, jawohl, Arbeit im Grünen.

Obwohl, so verklemmt wie in den nach dem Kinderschinder Schreber benannten Gärten sieht’s gottseidank im Grossstadtgrün jüngster Prägung meist nicht aus. Eher liebevoll-chaotisch. Wie etwa im Gemeinschaftsgarten Horta do Monte, mitten in der Millionenmetropole Lissabon. Ein kommunitarisches Projekt. Mit Gemeinschaftskompost neben der Volxküche. Mitmachen erwünscht, wer will, der darf.

Ein halber Hektar wild-buntes Grünland, inmitten in dichtester Bebauung am Hang der Altstadt. Kein echter Zaun, dafür aber fette Möhrchen aus kraftstrotzender Permakultur, mit Kapuzinerkresse, Rosenkohl, Orangen und Zitronen. Und in der Ökoecke betreiben die Portugiesen voll korrekte Mülltrennung : Papier, Verpackung, Glas. Nein, der Garten wird wirklich nicht von Deutschen betrieben. Wer’s nicht glaubt kann im Netz nachlesen unter hortadomonte.blogspot.com.

Wobei zur Zeit da nicht viel los ist, ich glaube, die sind alle noch auf der Rückreise von der Berliner Re:publica.

Ein Jahr Knast wegen § 7 Holzhandels-Sicherungs-Gesetz

20.07.2011, von

Hat ja lange genug gedauert, bis die Einfuhr von illegal gehandeltem Tropenholz zumindest ab und zu mal geahndet werden kann. Seit letztem Freitag ist das Holzhandels-Sicherungs-Gesetz in Kraft:

Wer entgegen Artikel 4 Absatz 1 der Verordnung EG Nr. 2173/2005 des Rates vom 20. Dezember 2005 zur Einrichtung eines FLEGT-Genehmigungssystems für Holzeinfuhren in die Europäische Gemeinschaft ABl. L 347 vom 30.12.2005, S. 1 ein Holzprodukt aus einem dort genannten Partnerland in die Gemeinschaft einführt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.

Klar, da kommt auch noch weiter viel zu viel Raubholz zu uns. Aber es ist zumindest mal ein Anfang, der künftig feinen Herren den Import von feinen Hölzern mit unfeiner Herkunft wenigstens aus einigen Ländern ein bisschen erschwert.

via § 7 HolzSiG Strafvorschriften Holzhandels-Sicherungs-Gesetz Gesetz gegen.

Auch Eichen können fast täglich twittern

18.07.2011, von

Nur die Baumflüsterer verstehen die Sprache der Bäume. Und ab und zu auch Wissenschaftler. Dann nämlich, wenn sie wie im Botanischen Garten Erlangen, einem Baum eine Menge technische Ausstattung verpassen.

Aber man sieht die Technik nur bei genauerem Hinsehen und sie wird uns dabei helfen, Erkenntnisse über kurz-, mittel- und langfristige Reaktionen der Eiche auf die lokalen Klimaverhältnisse und die Luftqualität zu gewinnen.

Sagen die Wissenschaftler über die imposante Stiel-Eiche mit der eigenen Webseite, die auch twittern kann (mit immerhin schon mehr als 300 Interessierten). Interessantes Konzept.

Übrigens: Sorry für die dreiwöchige Blogpause (die längste seit Gründung 2007). Hacker hatten sich auch am Umweltblog zu schaffen gemacht, ich konnte deshalb eine Zeitlang nicht auf die Seite zugreifen. Hoffe, künftig läuft wieder alles.

Wo sind all die Alpenblumen hin, wo sind sie geblieben?

12.05.2011, von


Die bunten Almwiesen werden in den Alpen immer seltener. Überdüngung und skipistentauglicher Grasbesatz führen zu Monotonie auf der Alm. Die Schweizer NGO Pro Natura zeigt in einem wunderbar eindrucksvollen und deshalb leider ziemlich deprimierenden  Foto-Vergleich den Unterschied.

Dazu stellt sie Postkarten und Fotos aus den Jahren 1970-1990 aktuellen Vergleichsfotos von 2010 gegenüber. Der Fotovergleich zeigt deutlich: Wo früher bunte, artenreiche Blumenwiesen blühten, beherrschen heute ein paar wenige anpassungsfähige Generalisten den Lebensraum.

via Wo sind unsere Blumen? | Naturschutz.ch.

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