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Trump: Profitgier statt Klimaschutz

20.01.2017, von

„Ich bin stolz Amerikaner zu sein“, klampfte ein Countrysänger heute anlässlich des bevorstehenden Amtsantritts Donald Trumps. Stolz? Auf Gier und Ignoranz?

„Trump hat angekündigt, fast alle Errungenschaften Obamas für den Klimaschutz rückgängig zu machen. So will er alle Einschränkungen für die Gas- und Kohleindustrie wieder aufheben.“

Mir tun die Millionen armer Schweine auf diesem Planeten einfach nur leid, die ob der Arroganz der Klimawandelleugner unter Dürren, Überschwemmungen usw. leiden und die heisse Klimasuppe auslöffeln müssen, die ihnen die gierigen Profiteure des Wandels eingebrockt haben. Und 2016 war schon wieder ein klimatisches Rekordjahr, was (fast) niemanden wirklich wundert. Es ist zum Mäusemelken.

Quelle: Donald Trump: Die Abschussliste des neuen US-Präsidenten – SPIEGEL ONLINE

Rettet die Daten – Trump ante portas

20.12.2016, von

Soweit sind wir offenbar wieder: Wissenschaftliche Daten müssen vor staatlicher Willkür geschützt werden. Ausgerechnet in den USA. Die Inquisition lebt. Wo leben wir denn? 2016? Von wegen: Back to the Middle Age und das aber mit Hightech-Waffen. Mad Max lässt grüßen.

Wissenschaftler kopieren fieberhaft Daten zum Klimawandel von Regierungsservern. Sie wollen bis zu Trumps Amtseinführung im Januar so viel Material wie möglich sichern. Denn sie haben Angst, dass wissenschaftliche Daten verschwinden könnten, sobald Donald Trump Präsident ist – ein Mann, der Klimawandel als Scherz der Chinesen bezeichnete.

Quelle: Sorge um wissenschaftliches Material: Klimaforscher schützen Daten vor Trump | tagesschau.de

Klimafreundlich Online-Shoppen

14.12.2016, von

Online-Shoppen, das ist praktisch, geht schnell und ist bequem. Nachteil: Verödende Innenstädte, wenn immer mehr Leute nicht in Läden kaufen (ok, da sind auch die Centren auf der grünen Wiese mitverantwortlich), und: erhöhter Ressourcenverbrauch. Aber: das geht besser, hat sich das Mainzer Umweltministerium gedacht und eine lesenswerte Liste mit Tipps erstellt, wie sich klimafreundlich Onlineshoppen lässt. Besonders schlecht weg kommt die verbreitete Variante, erst im Laden zu gucken und dann online zu bestellen = doppelter Ressourcenverbrauch. Obwohl: das vermeidet Retouren. Naja, wie man’s dreht und wendet: letztlich kommt’s immer auf die Details an, ob der Einkauf unter dem Strich  klimafreundliche oder klimaschädlich verläuft.

 

https://umweltschutz-im-alltag.rlp.de/de/monatstipps/online-shopping-was-hat-das-klima-davon-dezember-2016/

Grimme Online Award für Klimawandel-App

19.06.2015, von

Eine Webreportage bei Arte macht den Klimawandel erfahrbar. Und ist jetzt Grimme Online Award 2015 bepreist. Fein.

„‚Polar Sea 360°'“, urteilt die Jury, „macht den Klimawandel sichtbar und ermöglicht – eindrücklich auch per zugehöriger Smartphone-App und mit Virtual-Reality-Brille – ganz genau hinzuschauen, wie sich die Erde wandelt.“

Quelle: Grimme Online Award 2015: YouTube-Kanal und Tagesspiegel – SPIEGEL ONLINE

Vorerst keine Pipeline für schmutziges Öl

25.02.2015, von

Eine umstrittene Pipeline wird vorerst nicht gebaut, die aus Ölsanden gewonnenes und damit besonders umweltbelastendes Erdöl aus Kanada in die USA transportieren soll. Präsident Barack Obama hat sein Veto gegen ein entsprechendes Gesetz vorgelegt, das die Republikaner durchgesetzt haben.

Er will eine erneute Überprüfung des gigantischen Projekts abwarten, gegen das Umweltschützer Sturm laufen.

Eine gute Entscheidung, dieses Veto. Fraglich ist nur, wie lange der Widerstand hält. In dem Moment wo die Ölpreise weltweit wieder steigen, wird es deutlich lukrativer, das Öl aus den kanadischen Böden zu nutzen und damit steigt der Druck, die Pipeline dann doch zu genehmigen.

via Veto gegen umstrittenes Projekt: Obama blockiert Keystone-Pipeline | tagesschau.de.

Wieviel Zukunft hat der Emissionshandel?

10.02.2015, von

Seit zehn Jahren gibt es den europäischen Emissionshandel. Wer CO2 rausbläst, muss dafür Zertifikate besitzen, so die Kurzformel. Dadurch bestünde ein Anreiz, weniger zu emittieren oder auch Investitionen in Klimaschutz lukrativ zu machen. Soweit die Theorie. In Berlin wurde jetzt von der „International Carbon Action Partnership“ eine Untersuchung über die Emissionshandelssysteme weltweit veröffentlicht:

Die zwischenstaatliche Organisation befindet, dass der Zertifikate-Markt die Zukunft des weltweiten Klimaschutzes ist.

Schon interessant, wenn dem Handel mit Emissionsrechten eine große Zukunft prognostiziert wird. Klar, weltweit sind 14 auf Handel basierende Klimaschutzsysteme für Länder oder einzelne Regionen geplant. Und immerhin 17 sind schon existent.

In ihrem Report vergleichen die Autoren die Systeme in verschiedenen Punkten: Welche Branchen müssen für ihre Emissionen Zertifikate kaufen? Für welche Treibhausgase sind diese gültig? Wie funktionieren Kauf und Verkauf im Detail? Wie lange haben sich die Systeme schon entwickelt?

Besonders gut  scheint der Handel in Kalifornien zu laufen, glaubt man dem Bericht des zwischenstaatlichen Netzwerks. Und China sei auch im Kommen. Ich würde sagen: die Hoffnung stirbt zuletzt. Denn lange lange Zeit dümpelte der Handel zumindest in Europa weitgehend vor sich hin. Mit Preisen, die tief unten im Keller waren. Da lohnte es sich eher, weiter  Braunkohle zu verbrennen und genau das ist ja auch passiert.

Und dabei reden wir dann noch gar nicht über zwischenzeitlich gestohlene Zertifikatnummern. Da hatten sich 2011 einige Trickdiebe clever an den Datenbanken zu schaffen gemacht und erheblichen Schaden angerichtet, in der Größenordnung von 30 Millionen Euro.

Statt dessen gibt’s eher Zweckoptimismus und den Blick nach vorn:

Die EU sei gerade dabei, den Markt mithilfe ihrer Klimaziele für 2030 und dem zeitweiligen Herausnehmen von 900 Millionen Zertifikaten wiederzubeleben und „den Weg für eine kohlenstoffarme Gesellschaft zu ebnen“.

Leider ist nach dem neuen Bericht auch nicht   zu vermuten, dass die Zukunft des Emissionshandels so kommt, wie sie der Potsdamer Klimaforscher Ottmar Edenhofer letztes Jahr vorgeschlagen hat. Mit einer radikalen Reform könnten die EU-Mitgliedsstaaten pro Jahr künftig 64 Milliarden Euro anstelle von nur 3,5 Milliarden Euro durch verkaufte Verschmutzungrechte einnehmen. Sie müssten halt einen Mindestpreis von 20 Euro einführen. Gerade für südeuropäische Staaten wie Griechenland könnte die Emissionshandelsreform sehr lukrativ sein. Geschätzte Mehreinnahmen: 2,5 Milliarden Euro. Wie gesagt: es könnte so schön sein…

via klimaretter.info – Wirtschaft – Die „Schlüsselrolle“ im Klimaschutz – klimaretter.info.

Ostalpen: Temperaturrekord für November

29.11.2014, von

Passend zur UN-Klimakonferenz in Peru:

Um 3,8 °C war der November 2014 in Österreich wärmer als das Mittel 1981-2010. Diese hohe Abweichung macht diesen November zum wärmsten der 248-jährigen Temperaturmessgeschichte Österreichs.

via Wärmster November seit Messbeginn — ZAMG.

Zwei Grad mehr weltweit – piepegal oder Desaster?!

19.11.2013, von

Zwei Grad – die werden total unterschätzt Ob ich jetzt bei 36 oder 38 Grad Sommerhitze schwitze oder bei 5 oder 7 Grad friere, das ist doch eigentlich egal, denken wir üblicherweise. Nur: Da vielleicht schon, aber sonst nicht. Ein Eisberg bei minus 1 Grad schwimmt weiter, bei plus 1 Grad schmilzt er weg. Zwei Grad Unterschied im Jahresdurchschnitt, das ist der Klima-Unterschied vom lausig-kalten Berlin zu Mittelmeer-Mailand.
Und zwei Grad plus im weltweiten Schnitt wirken noch stärker. Denn es ist ja nur der Mittelwert, Afrika zum Beispiel würde glatte drei Grad wärmer: Mehr Krankheiten, mehr Katastrophen, mehr Hunger. Für Süd- und Nordpol oder die Hochgebirge bedeutet ein Weltdurchschnitt von zwei Grad mehr regional sogar bis zu sieben Grad plus. Das heisst: Gletscher weg, Flüsse trocken, Polareis geschmolzen, Eisbären tot.

Das Grönlandeis braucht zum Schmelzen gerade mal zwischen 0,8 und 3,2 Grad zusätzlich, sein Ende ist damit nahezu vorprogrammiert. Zwei Grad, da steigt der Meeresspiegel Minimum einen Meter, es könnten aber auch weitaus mehr sein. Und ein Blick auf die Weltkarte und die Großstädte darauf zeigt. Zwei Drittel liegen nahe am Meer.

Zwei Grad verheißen also alles andere als eine gemütliche Zukunft. Außer vielleicht für die Dänen, die zuhause in ein paar Jahren leckeren Riesling anbauen können, der bisher noch an der Mosel wächst. Warum also dieses Zwei-Grad-Ziel für das Weltklima, als – dauerhauft nicht erledigte – Hausaufgaben für die Politik, Dauerthema für die Klimakonferenzen? „Zwei Grad mehr weltweit – piepegal oder Desaster?!“ weiterlesen →

Weiterhin russischer Knast für Ökoprotest von Greenpeace

10.10.2013, von

Was die russische Regierung offenbar vom Klimaschutz hält, lässt sich derzeit im Knast von Murmansk ziemlich klar feststellen. Nichts.

Meine Freundin Sini Saarela sitzt in Murmansk im Gefängnis – mit vielen anderen Greenpeace International-Aktivisten. Sie gehören zu den ersten, denen langjährige Haftstrafen drohen, weil sie ihrer Überzeugung gefolgt sind und sich für mehr Klimaschutz eingesetzt haben. Sie haben friedlich gegen Ölbohrungen in der Arktis demonstriert. Wofür sich Sini und die anderen Aktivisten einsetzen, halten Millionen Menschen für ein dringendes Anliegen: fossile Brennstoffe daran zu hindern, in unsere Atmosphäre zu gelangen.

via Sini, die stille Heldin « Greenpeace Blog.

Vorhersage? Nicht gut. Der neue IPCC-Klimabericht.

28.09.2013, von

Es wird weiter wärmer.

Der neue IPCC-Bericht liefert keinen Grund zur Entwarnung – auch wenn politisch motivierte „Klimaskeptiker“ im Vorfeld mit hektischen PR-Aktivitäten diesen Eindruck zu erwecken versucht haben. Das Gegenteil ist richtig. Viele Entwicklungen werden heute als dringlicher eingeschätzt als noch im 4. IPCC-Bericht aus dem Jahre 2007. Dass der IPCC sich öfters „nach oben“ korrigieren muss ist Ausdruck der Tatsache, dass er aufgrund seiner Konsens-Struktur zu sehr vorsichtigen und zurückhaltenden Aussagen neigt – die IPCC-Aussagen bilden eine Art kleinsten gemeinsamen Nenner, auf den sich viele Forscher einigen können. Trotzdem oder gerade deshalb sind sie sehr wertvoll, wenn man sich dessen bewusst ist.

via Der neue IPCC-Klimabericht | KlimaLounge.

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