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Wollen wir wirklich die Landschaft mit Photozellen zumüllen?

20.12.2011, von

Erneuerbare Energien, gern. Unbedingt. Aber nicht bedingungslos. Ich bin einfach nicht entzückt, wenn ich lese, dass 62 Hektar mit Unterkonstruktionen, Solarmodulen und Wechselrichtern bebaut werden. 62 Hektar. Klar, es geht um  einen alten Militärflugplatz in Brandenburg, den die Firma Gehrlicher Solar jetzt mit der größten Solaranlage ihrer Firmengeschichte zubaut. Aber kann man darauf wirklich stolz sein? Von einem Rückbau der Millitäranlage lese ich nichts, das wäre ja noch nachvollziehbar: Solarenergie liefert das nötige Geld für den Rückbau. Ich lese: „Großprojekt“. Ich hätte aber gern viele kleinere, angepaßte Anlagen. In Lärmschutzwände. In Häuserwände. In und auf Dächer. Und das an ganz, ganz vielen Stellen im Land. Keine ganz winzigen Photovoltaikanlagen, die sind unrentabel, klar. Aber angepaßte an bestehende Baustrukturen. Die alte „Viel hilft viel“-Ideologie dagegen mitsamt ihrem Größenwahn (der vor allem die Honorare der Erbauer treibt) überlassen wir doch lieber den Anhängern von Steinzeittechnologien wie der Atom- oder Kohlekraft, oder?

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