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Wie verantwortlich ist Chevron für versifften Urwald?

08.03.2014, von

Das Ausmaß der Umweltzerstörung in Ecuador war enorm:

5.000 Quadratkilometer verseuchter Regenwald, vergiftete Gewässer, mehr als 114 Milliarden Liter giftige Abwässer und ausgelaufenes Rohöl – darum ging es im Prozess um Umweltschäden.

Das juristische Hickhack in der Folge der Schäden ist unübersichtlich. Erst ein Urteil mit 19 Milliarden Dollar Schadensersatz, dann eine Halbierung, jetzt ein fast-schon Freispruch. Mal Gerichte in Ecuador, mal USA. Klar ist nur: die Umweltsauerei war heftig, die Chevron im Urwald durch die Ölförderung hinterlassen hat, und offenbar kommen die Verantwortlichen wieder mal billig davon. Ein Grund mehr, sich für Erneuerbare Energien zu engagieren.

via Nicht schuldig, sondern nur "in gewisser Weise" verantwortlich | Telepolis.

Die Römer waren genauso Ökoschweine wie wir?!

20.11.2012, von

Nächste Woche im Livestream näher beleuchtet: unser Umgang mit Wasser und Boden im Lauf der Jahrhunderte. Ich freu‘ mich schon auf Debatte und die Fragen und Anregungen live und aus dem Netz. Dienstag, 27.9., ab 19 Uhr aus und im Museum für Antike Schiffahrt in Mainz.

Zum Umgang des Menschen der Vergangenheit mit Wasser und Boden kann die Archäologie besonders viele Erkenntnis liefern. Seit der Jungsteinzeit greift der Mensch mit verschiedensten Methoden der Ackerbauwirtschaft in den natürlichen Boden und Wasserhaushalt ein. Besonders interessante Informationen liegen uns hier z. B. aus der römischen Antike und dem späten Mittelalter vor. Monokulturartige Wirtschaftsformen führten schon damals zu Umweltproblemen, die unseren heute verblüffend ähnlich sind.Wir können so vergleichen, wie es die Menschen früher getroffen hat und was sie dagegen unternommen haben, mit dem was wir heute kennen.

via Museumsgespräche 2012 – Livestream – Wissenschaftsjahr Zukunftsprojekt Erde.

Etwas mehr Umweltschutz wagen in China

01.11.2012, von

China verändert sich nachhaltig, zu seinem Vorteil:

Gerade ökologisch fragwürdige Projekte durchzusetzen sei in China heute oft schwieriger als in manchen demokratischen Staaten, räumen westliche Unternehmer inzwischen ein.

Das ist doch mal ein Anfang.

via China: Mit dem Aufschwung wächst das Selbstbewusstsein der Chinesen

Landverschwendung nimmt europaweit weiter zu

30.03.2011, von

In Europa gibt’s immer weniger Äcker und Wiesen, die dafür umso intensiver genutzt werden. Dagegen wuchert die überbaute Fläche weiter, zwischen 2000 und 2006 um satte 3,4%. Die Europäische Umweltagentur fordert deshalb dringend eine nachhaltigere Siedlungspolitik, denn die Zersiedlung und Überbauung hat bedeutende Umweltwirkungen: Boden- und Wasserverschmutzung, Ausstoß von Treibhausgasen uvm.

Artificial land cover increased by 3.4 % in Europe in the period 2000–2006, by far the largest proportional increase in all land use categories. Contrastingly, farmland is decreasing in terms of area but is often managed more intensively, partly due to growing demand for bio-energy crops. Wetlands and biodiversity-rich natural and semi-natural areas also continue to decline, although at a slower rate than observed in the period 1990–2000.

viaLand use conflicts necessitate integrated policy – News — EEA.

Zürich wird zügig zugebaut

03.05.2010, von

Wer anschaulich demonstriert bekommen möchte, wie eine Region zubetoniert und verbaut wird, kann das auf der Seite des Statistischen Amts des Kantons Zürichs tun. Die Schweizer Behörde registriert genau, wieviel bebaut wird. Die Zahl verändert sich etwa alle Sekunden um eine DinA4-Seite.

A4-Blatt grosse Flächen der überbauten Bauzonen im Kanton Zürich. 4’671’922’565

Beeindruckend. Entsprechend schrumpft auch die Restfläche. Wenn sie keine neuen Bauflächen ausweisen würden, die Zürcher in ihrem Kanton, dann ist in etwa 17 Jahren Schluss und alles zugebaut was nach derzeitigem Stand zugebaut werden kann. Kein Wunder, dass die Bodenpreise tw. bei Werten von 4000 Euro pro Quadratmeter liegen.

Quelle: Bodenpreise nach Gemeinden: Effektive Zahlen.

Gold tut langfristig weh

11.02.2010, von

Als vor fast zehn Jahren in Nordrumänien der Damm einer Goldfabrik brach, vergifteten Zyanide und Schwermetalle mehrere Flüsse und zahlreiche Felder. Die Folgen sind heute noch spürbar, lese ich in der „WOZ“. Der Artikel über die Menschen aus Bozânta ist traurig, spannend und wichtig, denn angesichts des horrenden Goldpreises steigt nach wie vor der Druck, Gold zu produzieren – koste es Umwelt und Anwohner, was es wolle.

Am Morgen nach dem Dammbruch ging Danut Ghisa in die Nähe der Unfallstelle, er besass dort Weide- und Ackerland. Alles war schwarz, erinnert er sich, es roch nach Bittermandeln. Er ahnte, dass etwas sehr Schlimmes passiert sein musste. Wie schlimm es tatsächlich war und dass die Folgen noch zehn Jahre später spürbar sein würden, konnte er sich damals nicht vorstellen.

Mehr dazu: WOZ – Wissen – Das Gold von Baia Mare: Zehn Jahre nach der rumänischen 
Umweltkatastrophe leiden die Menschen noch immer an den Folgen.

Wenn der Schnee gegangen ist

26.05.2009, von

Wenn der Schnee weg ist - Copyright Axel Weiss
Der Winter geht und langsam werden die Hinterlassenschaften der Ski-Pisten im Gebirge sichtbar. Statt bunter Wiesen karge Monotonie. Gesehen bei Davos.

Die Phosphat-Depression

11.02.2009, von

Kaum jemand denkt beim Kauf von Lebensmitteln daran, wie die Lebensmittel entstanden sind. Geschweige denn, unter welchen sozialen (und auch ökologischen) Bedingungen der Dünger hergestellt wird, der für die Felder eingesetzt wird. Mir geht das auch nicht anders und wenn ich dann mal wieder darauf gestoßen werde wie heute, dann fällt’s mir erst auf. Einer der wichtigsten Düngestoffe etwa ist das Phosphat.
Abgebaut wird es z.B. in Marokko und der Absatz boomt. Doch die Menschen vor Ort in der 170.000 Einwohner-Stadt
Khouribga haben davon nicht viel. Hier sind sechseinhalb Minuten zum Zuhören vom Kollegen Marc Dugge über den Phosphatabbau in Marokko, der vollständig unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindet. Das allein sagt schon eine Menge.

Pferde tun’s besser als Schlepper

09.02.2009, von

Neulich stellte sich bei einer Recherche heraus: Es gibt keinen hauptamtlichen Pferderücker mehr in Rheinland-Pfalz. Nur ein paar aufrechte Gestalten sind (bundesweit) überhaupt noch mit Pferden im Wald unterwegs, um Bäume heraus schleppen zu lassen. Ökologisch ist das wesentlich besser als die Schlepperwirtschaft, wirtschaftlich an vielen Stellen auch, wenn man tatsächlich Kriterien der Nachhaltigkeit anlegt. Aber weil die Bezahlung nicht stimmt, macht’s kaum noch einer, sagt eine neue Studie:

Die heutige Unterbezahlung der Pferderücker, die laut der Aussage von erfahrenen Rückern nicht im Verhältnis zu Leistung und Pfleglichkeit steht, ist zusammen mit der gering gewordenen Akzeptanz der meisten Förster wohl der Hauptgrund, warum sich viele Rücker mit ihren Arbeitspferden nicht mehr auf dem Markt behaupten konnten und können.

Quelle: Vergleich von Pferde- und Seilschleppereinsatz beim Vorliefern von Vollbäumen.

Die Folgen der Erosion

10.10.2008, von

Felsenmeer - Copyright Axel Weiss

Bodenschutz gilt als langweiliges Thema. Dabei genügt ein Blick aufs Felsenmeer im Odenwald um sich klar zu machen, was passiert, wenn der Boden weg ist. Schön zum Klettern für Kinder, aber nichts (mehr) für die Land- oder Forstwirtschaft.

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