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Heute müsste mit CO2 Schluss sein – eigentlich

28.03.2018, von

Wenn Deutschland nur das CO2 ausstoßen würde, das ihm nach dem Pariser Klimaabkommen zusteht, dann wäre für dieses Jahr heute schon Schluß. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, über die einige nordrheinwestfälische Zeitungen heute berichten und die auf Daten des WWF beruht. Bis zum 28. März hat Deutschland 217 Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen, bis Ende des Jahres werden es dann wohl etwa vier Mal so viel sein. Vor zwei Jahren war im Pariser Abkommen beschlossen worden, die weltweite Erwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Dafür dürften aber höchstens 890 Milliarden Tonnen bis 2050 in die Atmosphäre abgegeben werden.

Wenn man diesen Wert auf Einwohner herunterbricht, dann dürfte Deutschland zwischen 2015 und 2050 etwa 9,9 Milliarden Tonnen Kohlendioxid ausstoßen. Derzeit liegen wir  wohl um den Faktor Vier darüber, da bleibt also noch viel zu mindern, möchte man meinen.  Nur beruht die Berechnung auf einer falschen Grundlage: Die CO2-Reduktion ist im Pariser Abkommen nicht linear vorgesehen, sondern es soll erst gegen Ende deutlich mehr eingespart werden als heute. Insofern stimmt der „Faktor 4“, um den wir scheinbar hinterher hinken, „nur“ als ein politischer Appell: es gibt noch viel zu tun, um das Klima zu retten. Und darum geht es ja schließlich.

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