. .

Kalter Mai: Mauersegler in Warteschleife

04.05.2017, von

Erst kühl, dann auch teilweise nass, das war den wärmeliebenden Mauerseglern dieses Jahr zuviel: sie kommen lieber ein bischen später als sonst in ihr Sommerquartier bei uns in Deutschland. Die ersten dieser schwalbenähnlichen Vögel (aber nicht verwandt mit den Schwalben) wurden zwar bereits Mitte April in Rheinland-Pfalz gesichtet, aber die allermeisten Tiere sind noch nicht eingetrudelt, sagen Naturschützer von der Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz GNOR. Ihren Winter verbringen die Mauersegler normalerweise südlich des Äquators in Afrika. Vergangenes Jahr waren viele Mauersegler bereits Ende April bei uns zu beobachten. Es sind übrigens Tiere mit einer faszinierenden Biologie: sie können praktisch pausenlos fliegen und in der Luft bleiben. Möglich macht das die doppelte Anlage der Region im Hirn, die das Fliegen steuert. Der Vogel kann dadurch immer wieder die steuernde Hirnregion wechseln und wird dadurch nicht müde. „Er fliegt also, wenn man so will, immer mit Co-Pilot“, sagt Biologe Michael Schmolz von der GNOR. Cool. Übrigens: andere Vogelarten sind – wohl klimawandelbedingt – aufgrund milder Winterwitterung schon extrem früh bei uns eingetrudelt (etwa die Mönchsgrasmücke bereits am 9.3.) oder gar nicht erst richtig weggeflogen wie etwa Zilpzalp, Hausrotschwanz oder Rotmilan, die den Januar am Rhein verbrachten. Foto:

.

Schreibe einen Kommentar

*

Blogeinträge

Häufige Stichworte

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2017