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Haie besser geschützt – zumindest auf dem Papier

10.11.2014, von

Haie, Eisbären und manche Zugvögel profitieren von den jüngsten Beschlüssen der UN-Konferenz zum Schutz wanderernder Tierarten, die am Wochenende in Ecuador zu Ende ging. 100 Millionen Haie werden jährlich gefangen, ihre Bestände sind um 80 Prozent gesunken in den letzten zehn Jahren.

The International Fund for Animal Welfare (IFAW) www.ifaw.org is thrilled to announce that sharks, mantas and devil rays will receive increased protections

Mit der Aufnahme von 21 Hai, Rochen- und Sägefischarten neu in die Konvention zur Erhaltung wanderernder wildlebener Tierarten hätten die Haie jetzt etwas bessere Chancen zu Überleben, freuen sich Artenschützer. Wermuthstropfen: es gab wieder keinen Beschluss der Konferenz, endlich mal ein Verfahren auszuarbeiten, um eine Missachtung der Konvention zu sanktionieren. Derzeit bietet die Konvention also faktisch nur Papiertiger-Schutz. Besser als nichts aber extrem unbefriedigend für den Artenschutz.

Pikant finde ich übrigens in diesem Zusammenhang, dass einige deutsche Bundesländer den Abschuss von Zugvögeln wie Bläss- und Saatgänsen erlauben. Wobei mich schon interessieren würde, welcher Jäger unter realen Bedingungen Graugänse, Blässgänse und Saatgänse unterscheiden kann. Eigentlich sollten russische Umweltschützer mal in Deutschland gegen diese Praxis protestieren. Wir tun’s ja  – mit Recht – auch im Fall von Malta und Zypern, wo „unsere“ Singvögel zu Tausenden getötet werden.

via World leaders deliver big wins for sharks, mantas and devil rays at CMS CoP 11 | IFAW – International Fund for Animal Welfare.

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