. .

Paraguay: Erst stirbt der Wald, dann die Indianer

11.02.2014, von

Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg waren Indianer in der Grenzregion Brasilien-Paraguay Freiwild und wurden von Farmern abgeschossen. So zum Spaß, sonntags, wie ich vor Ort vor einiger Zeit erzählt bekam. Die moderne Variante des Indianermords kommt in diesem Teil Südamerikas zwar nur schleichend daher, ist auf Dauer aber ebenso tödlich.

Eine neue Studie enthüllte erst vor wenigen Wochen, dass Paraguays Chaco – die Heimat unkontaktierter Ayoreo – schneller abgeholzt wird als jeder andere Wald der Welt. Das indigene Volk bemüht sich verzweifelt, weitere Zerstörung zu stoppen.

via Rancher entschlossen, den Wald unkonkatierter Völker zu zerstören – Survival International.

Kommentare zu „Paraguay: Erst stirbt der Wald, dann die Indianer“

Es ist ein Kommentar vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Frank Kawalek
    schreibt am 3. Dezember 2019 21:16 :

    Ich habe von Juni 2006 bis Anfang November 2014 in Paraguay gelebt
    Die Indianer vom Stamm der Makka haben in der Nähe von Asuncion an der Remansobrücke ihr Dorf. Die Makkaindianer sind sehr freundlich und hilfsbereit. Ich habe mich bei ihnen sicherer gefühlt,als in einer deutschen Großstadt.
    Im April und Oktober jeden Jahres feiern sie ihr Fest. Ich habe mich mit einigen von ihnen angefreundet und habe versprochen wieder zu kommen.
    Es ist mir ein großes Anliegen die Geschichte des Stammes aufzuschreiben, da sie das Christentum angenommen haben und die Jugend von ihnen nur noch wenig über die Vergangenheit weis. Nur noch von den Alten unter ihnen besteht noch ein Wissen über ihre Vergangenheit und über ihre alten Waldgötter. Die Gefahr besteht, daß sie entwurzelt werden und in der Bedeutungslosigkeit untergehen
    Die Indianer sind es wert, daß sie weiter bestehen mit ihren Kenntnissen über die Natur und ihre natürliche Pflanzenheilkunde.

Schreibe einen Kommentar

*

Blogeinträge

Häufige Stichworte

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2020