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Weihnachten? Blaugrün Schenken. Oder Zeit und Spenden.

10.12.2013, von

Ja, ich weiß, es ist nicht einfach: Aber warum wollen Sie es auch nicht einfach bleiben lassen, diese Schenkerei an Weihnachten? Wegen des Bruttoinlandsprodukts? Angst vor Ende der Wohlstandsgesellschaft – die so nebenbei bemerkt, ja gar keine ist, siehe Hartz IV und die gar nicht so wenigen, die nur noch mit mehreren Minijobs recht und schlecht über die Runden kommen. Also das kann’s nicht sein. Nicht, dass ich Ihnen das nicht schon gesagt hätte: Statt Krawatten schenken Sie mal Zeit: www.zeit-statt-zeug.de heißt die Webadresse und da gibt’s soviele Ideen. Entschleunigen Sie sich!
Aber ich merke schon, Sie wollen nicht. Sie lieben es in der Vorweihnachtszeit durch die hell erleuchteten Innenstädte zu schlendern, immer den hellen Glanz der Lichterketten in den strahlenden Augen und ihre Einkaufslisten abzuarbeiten. Na gut, Sie haben mich, ich geb’s auf. www.zeit-statt-zeug.de, ok, wenn’s das nicht ist.

Aber dann hätte ich noch was anderes für Sie, Sie wissen ja: Blogger können ganz schön penetrant sein. Probieren Sie’s mal mit: www.blauer-engel.de/weihnachten. Denn viele Geschenke haben eine umweltschweinische Kehrseite. Sie brauchen zuviel Strom, dünsten Gifte ins Kinderzimmer oder haben einfach Quecksilber im Bildschirm. Das braucht keiner, das will keiner. Und: meist gibt es Alternativen. Und die listen das Deutsche Institut für Gütesicherung und das Umweltbundesamt beispielhaft und fein säuberlich auf. www.blauer-engel.de/weihnachten. Das Motto: Grün denken, blau schenken.

Lassen Sie sich inspirieren, von solarbetriebenen Taschenrechnern, emissionsarmen Polstermöbeln und zeitlos schönen Armbanduhren, Automatik natürlich, bisschen retro darf ja mal sein. Ja, es gibt Uhren, die brauchen nicht alle Jahre eine Batterie. Und die müssen nicht mal besonders teuer sein. War ja nicht alles schlecht, früher, vor der Ölkrise, als das Wort Klimawandel noch nicht erfunden war. Und Blogger kannte damals auch noch keiner. Also: grün denken, blau schenken, fröhlichen Einkauf.

Wenn Sie noch nicht überzeugt sind, warum nachhaltige Geschenke Sinn machen könnten, dann schauen Sie doch mal in das entsprechende E-Book, das es kostenlos zum Dowmnload gibt. Professionell gemacht, ohne direkte Werbung (natürlich mit Hinweisen auf Hersteller und Organisationen, das bleibt nicht aus) und auch mit allerlei Tipps. Kommt zwar ein bisschen daher wie eine Apotheken-Zeitschrift, aber immerhin, sie empfehlen zum Beispiel: Spenden Sie statt Dinge zu schenken. Oder: engagieren Sie sich für eine gute Sache! Und sagen das dann allen – tu Gutes und rede darüber, alter Marketinggrundsatz.

Achja, und ansonsten kennen Sie ja meine Lieblingsalternative: www.zeit-statt-zeug.de.

Kommentare zu „Weihnachten? Blaugrün Schenken. Oder Zeit und Spenden.“

Es sind 3 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Wulf
    schreibt am 14. Dezember 2013 15:28 :

    Tja. Als technikinteressierter Mensch fällt es ziemlich schwer, auf Zeug zu verzichten, das unterm Strich die Umwelt belastet. Immerhin haben wir zuhause auch mittlerweile den materiellen Aspekt des Schenkens deutlich reduziert. Insofern kann ich deine Gedanken nur unterstützen – und freue mich auf die Zeit bei meinen Schwiegereltern. Diese wird – gerade mit zunehmendem Alter – so wertvoll, dass sie nicht zu bezahlen wäre. Da wird es bestimmt den ein oder anderen Spaziergang an der frischen Luft geben. Auch wenn natürlich die Techniknutzung nicht ganz ausfallen wird… 😉

  2. Patrick
    schreibt am 11. Juli 2014 13:21 :

    Bald ist es wieder soweit und die Frage wird wieder aktuell. Zeit zu verschenken ist sehr reizvoll heutzutage. Ich werde mir das mal anschauen. Auf jeden Fall mal was anderes.

  3. Naturfreund
    schreibt am 11. Oktober 2014 12:31 :

    Nun hat uns der Oktober eingeholt und das Weihnachtsfest naht mit großen Schritten und somit ist es Zeit sich wieder Gedanken über´s Schenken zu machen.

    Letztes Weihnachtsfest haben wir in unserer Familie komplett auf das Schenken verzichtet, übrigens zum zweiten Mal. Ich kann sagen, es war einfach nur schön und ich kann es nur empfehlen! Ganz entspannt konnte man die Adventszeit genießen, statt in den Geschäften herumzurennen oder Online-Shops nach möglichen Geschenken für die Lieben zu durchforsten.

    Wenn es nach mir ginge, können wir das allesamt weiterhin so beibehalten. Der Heilige Abend war letztes Jahr auch ohne Geschenke sehr schön und gemütlich. Denn dieses allgemein vorherrschende Konsumspektakel möchte ich schon lange nicht mehr mitmachen, denn damit fühle ich mich mehr als unwohl!

    Der eigentliche Sinn des Schenkens und Weihnachten an sich, steht schon lange nicht mehr Vordergrund sondern ist lediglich zum Konsumieren verkommen.

    Doch Dein Beitrag, lieber Axel, den ich mir gerne merken möchte, gibt wunderbare Anregungen für Weihnachtsgeschenke oder auch für Geschenke das ganze Jahr über.

    Außerdem finde ich, um jemanden eine Freude zu machen oder um etwas zu verschenken, braucht es keinen besonderen Anlass wie das Weihnachtsfest, das geht auch wunderbar einfach nur einmal so, ganz ohne triftigem Grund, das ganze Jahr über… 🙂

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