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Eilt: Schönbuch zum Waldgebiet des Jahres wählen

28.08.2013, von

Das Internet. Unendliche Weiten und doch: ein bisschen Heimat findet sich auch drin. Der Naturpark Schönbuch zum Beispiel. Das sind diese anmutigen Anhöhen südlich von Stuttgart, von deren sanften Hügeln der alte Goethe schon immer gern auf das Drecknest Tübingen herunterschaute, das er ziemlich herunter gekommen fand. Aber zu Goethes Zeiten war vom einstigen Schönbuchwald auch nicht mehr allzu viel übrig geblieben, ja, die Jagdhütte des Königs und drumrum ein hochherrschaftliches Rotwild-Revier, aber sonst: Kahlschlag. Für Glashütten, für Baumaterial und wofür sonst noch Holz gebraucht wurde.
Dann aber kam der gute alte sächsische Forstmeister Hans Carl von Carlowitz vor ziemlich genau dreihundert Jahren auf den Trichter mit der Nachhaltigkeit und seither wird nur noch abgehackt, was auch wieder nachwächst. Zwischendurch sollte der Wald zwar mal einem Neubau des Stuttgarter Flughafens weichen – so eine Art Startbahn Süd, das wurde aber wegen geharnischter Proteste nix. Unten bleiben hieß das Motto für die Flieger damals. Und heute?
Heute ist der Schönbuch ein wunderbarer Naturpark mit 150 Quadratkilometern, in dessen entlegenen Seitentälern jetzt die würzigen schwarzen Herbsttrompeten nur so sprießen, dass Pilzkenner ihre Freude haben. Aber ich schweife ab, zurück zum Internet. Der Naturpark Schönbuch, das Herbstrompetenparadies also, kandidiert zum Waldgebiet des Jahres. Im Internet.
Die Abstimmung unter na, jetzt raten Sie, genau: www.waldgebiet-des-jahres.de läuft noch bis Ende August. Klar, die Lieberoser Heide ist nett, der Steigerwald hätte es auch nötig, nachdem die bayerischen Landesforsten darin ziemlich übel gewütet haben und auch das Zittauer Gebirge ist nicht übel. Aber nach Meulenwald 2012 und Solling 2013 könnte jetzt mal ein Südwest-Wald das Rennen machen. Also: Abstimmen gehen. Bis 31. August läuft die Aktion noch.

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