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Spekulanten am Welthunger unschuldig? Von wegen

13.09.2012, von

Eine Milliarde Menschen hungern. Hungern. Seit einiger Zeit stehen Finanzinstitutionen dafür am Pranger. Der Vorwurf von NGO: ihre Spekulationen ohne Wareneinsatz treiben die Getreidepreise nach oben. Es gibt freilich auch die Gegenmeinung, etwa von Wirtschaftsethiker Prof. Ingo Pies, Uni Halle, der

… argumentiert, dass Finanzmarktspekulationen mit Agrarrohstoffen volkswirtschaftlich sinnvoll und moralisch erwünscht sind. Sie rigide einschränken oder gar verbieten zu wollen, wie es von Seiten zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisa- tionen derzeit gefordert wird, würde das moralische Anliegen torpedieren, die globale Nahrungsmittelversorgung zu verbessern.

Dem widerspricht vehement Markus Henn, der im Auftrag der NGO WEED die Nahrungsmittelspekulationen untersucht hat. Sein Urteil über Pies:

Wer solche Ethiker hat, braucht keine Ökonomen mehr.

Die Debatte wird auf ziemlich hohem fachlichen Niveau geführt – und ist genau deshalb meines Erachtens lesenswert. Die Materie ist nicht einfach, und deshalb sollten es die Urteile dazu auch nicht sein. Schließlich geht es um Hunger.

via Wissenschaft und Spekulation | NachDenkSeiten – Die kritische Website.

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