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Lieber Nusskipferl statt Durbangipfel?

29.11.2011, von

Dicke Bretter bohren ist eine Sache, klar, der Kampf gegen den Klimawandel ist nicht einfach mal eben so erfolgreich zu führen. Aber wenn jahrelang nix rauskommt, dann frage ich mich schon, ob die Werkzeuge die richtigen sind. Beim jetzt gestarteten UN-Klimagipfel könnten vermutlich die meisten Länder täglich den Preis „Fossil of the day“ ernten, den eine NGO-Gruppe verleiht.

In Durban ist es derzeit ziemlich trübe, lese ich, hoffen wir, das ändert sich. Dabei spüren wir den Klimawandel immer deutlicher, hierzulande noch luxuriös mit einem legendären Rhein-Niedrigwasser und Trockenheit, die aber erst auf Dauer ein Problem ergibt. Erzähle ich nachher in der Landesschau.

Andere Staaten stehen ganz anders da, im Sahel breiten sich die Wüsten aus, Pakistan und Tuvalu & Co. versaufen. Nicht schön. Aber über eine Postwachstumsgesellschaft mögen sich trotzdem derzeit nicht so viele Menschen einen Kopf machen. Dabei wäre das dringend mehr nötig. Immer nur End-of-the-pipe zu versuchen, zu retten, was zu retten ist, das funktioniert nicht. Manchmal kriegt man bei dieser Weltlage schon Lust, in ein Nusskipferl zu beissen, das hat wenigstens einen handfesten Inhalt – im Gegensatz zu manchem Klimagipfel. Hoffen wir, der in Durban wird die große Ausnahme, mal sehen, was Kollege Werner Eckert in den nächsten Tagen noch dazu schreibt.

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