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Schweiz: Gewässer vergiften wird künftig schwerer

09.11.2011, von

Je näher intensiv bewirtschaftete Äcker und Wiesen an Gewässer heran reichen, umso größer ist die Gefahr einer Verschmutzung. Muss ja nicht mal Absicht sein, wenn die Gülle beim nächsten Regen in den wenige Meter entfernten Bach geschwemmt wird. Die Folgen: verseuchtes Grundwasser im großen Maßstab, in ganz Mitteleuropa ein Thema. Die Schweiz ändert jetzt ihre Gewässerschutzverordnung und bis Ende 2018 müssen alle Kantone einen sogenannten Gewässerraum „ausscheiden“, sprich: die direkte Umgebung der Gewässer soll vor Verschmutzung geschützt werden.

Ist der Raum einmal ausgeschieden – es handelt sich total um 20’000 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche–, darf dieser nur noch extensiv bewirtschaftet werden.

Klar, es wird Klagen geben, wenn manche  Bauern nicht mehr so produzieren dürfen wie gewohnt. Letztlich sind derartige Möglichkeiten der Vorbeugung aber der einzige Weg, um auf Dauer wieder sauberes Wasser zu erhalten. Nur mit „guter fachlicher Praxis“ schaffen das die Landwirte nicht, da reicht ein Blick auf die viel zu hohe Nitrat und teilweise auch Pestizidbelastung des Grundwassers einschlägiger Agrargebiete.

via Gewässerraum ist anfechtbar – schweizerbauer.ch.

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