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Vögel mit mehr Hirn sind Wendegewinnler

05.09.2011, von

In Tschechien und Ostdeutschland hat seit der Wende die Zahl der Singvögel mit eher großem Gehirn zugenommen, haben Biologen festgestellt. Im Fachblatt „Biological Conservation“ schreiben sie:

Increases of species with large brains suggest that species with good cognitive abilities might have been better able to adapt to rapid socioeconomic change and make use of novel opportunities after the end of communism.

Der Grund für diese Veränderung?  In der Presseerklärung der Forscher, die unter anderem aus Mainz und Frankfurt stammen, heißt es dazu:

„Während einerseits Natur in Form von Grünanlagen und Parks in die Innenstädte zurückkehrte, kam es andererseits an den Stadträndern zu massiven Eigenheimbau der neu entstehenden Mittelschicht. Vögel mit größerem Gehirn, wie beispielsweise Elstern, Eichelhäher und Meisen, können ihr Verhalten besser anpassen und sind dadurch eher in der Lage, in der Nähe von Menschen zu leben. Sie konnten somit die neuen Lebensräume, die innerstädtischen Grünflächen sowie Vorstädte, zügig besiedeln und sich vermehren. Demgegenüber wurden Vögel wie beispielsweise die Dorngrasmücke, die sich aufgrund eines kleineren Gehirns und damit verbundener geringerer kognitiver Fähigkeiten nur langsam anpassen konnten, durch die Veränderung ihres bisherigen Lebensraumes infolge der Explosion der Vorstädte zurückgedrängt.“

Also: Wer mehr Hirn hat, konnte vom Ende des „Kommunismus“ besser profitieren. Ich vermute, wer mehr Hirn hat, profitiert immer mehr. Wäre mal zu prüfen.

via ScienceDirect – Biological Conservation : Population trends of birds across the iron curtain: Brain matters.

Kommentare zu „Vögel mit mehr Hirn sind Wendegewinnler“

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  1. Chris
    schreibt am 7. September 2011 10:39 :

    Hirn siegt! 😉

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