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Wie die Agrarlobby Amazonien platt machen will

19.05.2011, von

Sie kriegt den Hals nicht voll auf Kosten der Natur, die brasilianische Agrarindustrie. Wenn das umstrittene brasilianische Forstgesetz so in Kraft tritt wie geplant, dann steht Amazonien mittelfristig ein Desaster ins Haus, das die bisherigen ökologischen Katastrophen bei weitem toppt, befürchten Wissenschaftler. So sollen Farmen bis zu einer Größe von 440 Hektar künftig komplett gerodet werden können. Die 30 Meter breiten Waldstreifen entlang von Gewässern sollen entfallen – massive Erosionen und Zerstörung intakter Gewässer werden die Folge sein. Und dann ist da noch so eine nette kleine  Amnestie für alle Umweltvergehen vor dem 22.Juli 2008. Die Konsequenz daraus ist ebenfalls verheerend:

Die momentan bestehende rechtliche Verpflichtung zur Wiederaufforstung bereits illegal gerodeter Flächen würde damit aufgehoben und der aktuelle Status quo würde statt des ursprünglichen Zustands als Ausgangslage anerkannt. Dadurch würde auch die Wiederaufforstung illegal gerodeter Hanglagen entfallen.

Die Situation im größten Regenwaldgebiet der Erde ist schon dramatisch genug. Die jüngste Entwaldungszahlen sind dramatisch. Wenn jetzt auch noch das Waldgesetz entsprechend geändert wird – und danach sieht es aus – dann Gute Nacht Regenwald. Dass die Agrarlobby so gierig und unverfroren ist übersteigt die schlimmsten Befürchtungen.

via Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland – Amazonas_Forstgesetz Brasilien.

Kommentare zu „Wie die Agrarlobby Amazonien platt machen will“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Vieti
    schreibt am 19. Mai 2011 21:57 :

    Da gabs mal ein Bericht auf ARTE über den „Landraub“. Finanzies und Aktionäre sind doch die gierigen Renditen Jäger, die schnell Geld auf kosten von Land und Mensch machen.

    Aber irgendwie ist es auch schuld der Verbraucher, Sie wollen Lebensmittel zu billigen Preisen haben. Wenn wir in der Woche mal 1 Tag aufs Fleisch verzichten würden, oder gar mal öfters Bio Fleisch kaufen würden. Wäre es ein erster Schritt gegen den „Landraub“.

  2. eifelstier
    schreibt am 1. Juni 2011 19:07 :

    Das „dümmste“ Tier auf diesem Planeten Erde ist der Mensch. K e i n anderes Lebewesen zerstört seine Umwelt so, wie der Mensch. Geldgeile, dumme und machtbessene Menschen. Der Verbraucher ist nicht an allem schuld. Diese Vollpfosten, die den Hals nicht voll genug bekommen, sind an der ganzen Misere schuld. Da aber ganz sicher ist, das diese „Menschen“ nicht`s, aber rein garnicht`s mitnehmen (so wie armen auch) können, ist das sicher auch nur ein kleiner Trost.(keiner lebt ewig und irgenwann kommt der Tod)Und es wird eines Tages keinen Wald mehr geben, den man abholzen und die Fläche dann roden kann, um darauf Getreide anzubauen. Denn der gerodete Boden ist dafür nicht mit den notwendigen Substanzen „ausgestattet“!! Und dann kommt die Weisheit der Cree Indianer zum tragen. Aber hier muss man es etwas trastischer ausdrücken: …das man Geld nicht fressen kann!!!!!

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