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Das japanische Erdbeben mal anders: #quakebook

11.05.2011, von

Vor zwei Monaten bebte Japan mit ungeheuerlichen 9 auf der Bebenskala. Anschließende mordete der Tsunami. Vor zwei Monaten begann auch die Zerstörung von (mindestens) vier Kernreaktoren in Fukushima. Und wir haben berichtet, das ganze erste Wochenende durch und viele, viele Tage danach. Ich kann mich noch gut erinnern, wie die Nachrichtenlage zur Radioaktivität in Nordostjapan wochenlang war: chaotisch, verwirrend, widersprüchlich.

Ein über Twitter organisiertes Benefizbuch gibt jetzt Auskunft darüber, wie viele Menschen vor Ort dachten und fühlten. Ein Mann schreibt etwa über seine Eltern, die in der Nähe von Fukushima wohnten:

Niemand sagt ihnen, ob eine Gefahr durch das Atomkraftwerk besteht oder nicht, und so bleibt ihnen nichts übrig, als im Haus zu bleiben und die Nachrichten zu schauen, während sie im Inneren mit einem unsichtbaren Feind kämpfen. Sie haben nur wenig Benzin im Tank und die Züge stehen still, also ist ungewiss wie weit sie fliehen könnten.

Lesenswert. Auch wenn mir das so zutreffende wie wohlfeile Bashing der europafixierten Berichterstattung ein bisschen dick aufgetragen vorkommt.

via#quakebook | Auszüge.

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