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Ach das bisschen Dioxin

26.01.2011, von

Ist ja einerseits schön, wenn sich die Aussagen der amtlichen Risikobewerter mit den eigenen Einschätzungen (aus der „Hochphase“ des Skandals in der zweiten Januarwoche) decken:

Die in Eiern und Schweinefleisch festgestellte erhöhte Dioxinkonzentration war nach Ansicht des Bundesinstituts für Risikobewertung BfR nicht gesundheitsgefährdend. Das teilte die Behörde nach Auswertung Hunderter Analyseergebnisse auf der „Grünen Woche“ in Berlin mit. „Aus meiner Sicht: Keine Sorgen machen, sondern bunt und lecker weiteressen“, empfahl Institutspräsident Andreas Hensel den Verbrauchern. Dioxin ist nach Angaben der Forscher in allen Lebensmitteln enthalten.

Und genau hier fängt’s an, problematisch zu werden. Das Zeug ist überall drin, achgottchen, da kommt’s ja auf ein bisschen mehr oder weniger im Futter nicht an. Ja, richtig, im Einzelfall nicht. Aber wohl eben auf Dauer. Und genau dafür haben wir die strengen Grenzwerte, dass solche Schweinereien bei der Futtermittelherstellung erkannt werden.

Natürlich fällt niemand gleich todkrank um, der eins, fünf, fünzig „Dioxin-Eier“ gegessen hat. Aber das Höllengift hat dennoch nichts in Lebensmitteln verloren, denn es akkumuliert sich im Lauf der Zeit, lagert sich ein.  Jede Quelle ist eine zuviel. Und dieser Aspekt geht mir bei der heutigen Aussage „Entwarnung“ leicht unter. Übrigens, meine Wette steht noch: spätestens Ende 2012 haben wir den nächsten Lebensmittelskandal ähnlicher Prägung.

Die Meldung: Dioxin-Skandal: Bundesinstitut gibt Entwarnung

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