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Mehr Schutz für finnischen Urwald

13.12.2010, von

Rentiere im finnischen Wald - Copyright Oliver Salge/Greenpeace
Wo in Finnland ein Nationalpark anfing ist leicht zu erkennen: dort, wo noch Wald steht. Meine letzte Finnlandreise liegt eine Weile zurück, aber den Umgang mit Wald dort habe ich in bester bzw. schlimmster Erinnerung. Die großflächigsten Kahlschläge in Europa, die ökologisch unsensibelsten Aufforstungen auf metertief durchpflügtem Boden sind mir außer in Schweden in Finnland begegnet.
Umso mehr freut mich eine Pressemitteilung von Greenpeace. Danach haben die jahrzehntelangen Bemühungen von Ureinwohnern und Umweltschützern Früchte getragen: 150.000 Hektar Urwald sind für zumindest zwanzig Jahre geschützt. Die Urwälder werden von den Saami (früher hießen die auf deutsch „Lappen“) im Winter als Weideland für ihre (Ren-)Tiere benötigt. Ein seit 2005 geltender Einschlagsstopp sei jetzt auch juristisch abgesichert. Möglich wurde der Vertrag von Saami und finnischem Forstamt freilich nur, weil einige große deutsche Verlage wie Spiegel, Burda, Springer, Gruner und Jahr mitgezogen haben, die zu den größten Papierabnehmern Finnlands gehören.

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