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Was heißt hier „nachhaltig“?

01.12.2010, von

Nicht überall, wo Nachhaltigkeit drauf steht, ist Nachhaltigkeit drin. Dass etwa Daimler und C&A angeblich Deutschlands nachhaltigste Produkte herstellen, darauf muss man erst mal kommen. Blogger Michael Wenzl hat jedenfalls ziemlich erbost, was er über den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erfahren hat. Und ich muss sagen: die Kritik an dieser vermeintlich grünen Veranstaltung in seinem Blog ist nachvollziehbar.

Es geht um die Zukunft. Da sollte man vielleicht nicht ausgerechnet die belohnen, die ein wenig mit dem kleinen grünen Fingerchen wackeln. Gleichzeitig arbeiten da draussen nämlich Unternehmerinnen und Unternehmer mit beiden Händen an einem Wirtschaftskonzept, das sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat. Die haben nur dummerweise nicht die das Geld um als Sponsor den “Deutschen Nachhaltigkeitstag” zu finanzieren oder ihnen fehlt schlicht die Zeit für die Bewerbung.

Es ist wirklich erstaunlich, dass sich honorige Menschen für eine recht platt gestrickte Inszenierung hergeben, die doch mehr an Greenwashing denn an zukunftsfähige Entwicklung erinnert.

mehr dazu: Zitronenfalter | Freischwebende Aufmerksamkeit.

Kommentare zu „Was heißt hier „nachhaltig“?“

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  1. Naturfreund
    schreibt am 4. Januar 2011 11:36 :

    „Nachhaltigkeit“ liegt derzeit in der Öffentlichkeit hoch im Kurs, auf dieser Welle und dem somit möglichen Aufpushen des eigenen öffentlichen Ansehens, möchten viele gerne mitschwimmen. Koste es was es wolle…

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