. .

Seltene Erden – giftiger Abfall

05.11.2010, von

Wieder ein Umweltproblem, das nach China „verlagert“ wurde. Bis in die 90er Jahre waren die USA der Hauptproduzent wichtiger chemischer Elemente, die in der Elektonik benötigt werden. Oder auch zur Produktion der riesigen Permanentmagneten in getriebelosen Windräder. Die sogenannten Seltenen Erden wurden etwa in der  Mine Mountain Pass  unter lausigen Bedingungen für die Umwelt gefördert, berichtet die aktuelle „Technology Review“. Die Elemente treten gemeinsam mit Thorium oder Uran auf, entsprechend giftig sind die Abfälle:

In der Hochzeit fielen dort stündlich 3200 Liter giftiger salziger Schlamm aus der Produktion an. Der wurde in einer elf Kilometer langen Pipeline in Verdunstungsbecken gepumpt. Nachdem die Leitung immer wieder geleckt hatte, barst sie 1998 ganz. Vier Jahre später wurde der Betreibergesellschaft Molycorp, damals im Besitz des Ölkonzerns Unocal, die Lizenz für den Betrieb der Pipeline nicht mehr verlängert.

Und danach kamen die Chinesen zum Zug. Über den Dreck dort redet keiner, mit der Meinungsfreiheit haben sie es ja auch nicht so besonders, im Land der Mitte. Besonders dann nicht, wenn es um Umweltschutz geht. Seit China aber die Ausfuhr der Seltenen Erden gedrosselt hat und Lieferengpässe auftreten wandelt sich die Lage. Die USA wollen  jetzt  in die Produktion der Seltenen Erden mit neuen Techniken wieder einsteigen. Dass die neue Techniken fundamental umweltfreundlicher sind würde ich allerdings nicht erwarten.

Quelle: Eine Mine für die Zukunft | Technology Review.

Kommentare zu „Seltene Erden – giftiger Abfall“

Es ist ein Kommentar vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Mitfahrgelegenheit
    schreibt am 19. November 2011 12:21 :

    Toller Bericht und vielen Dank für die detaillierte Informationen!

Schreibe einen Kommentar

*

Blogeinträge

Häufige Stichworte

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019