. .

Trophäenjagd bedroht Löwen

28.09.2010, von

Der Löwenbestand in Afrika ist auf ein Drittel dessen geschrumpft, was noch vor 20 Jahren durch die Savannen schlich: 23.000 Löwen gibt’s noch. Und jedes Jahr werden es weniger. Die meisten Tiere leben in Tansania, dürfen dort auch geschossen werden. Die Argumentation: die Trophäen bringen Devisen und machen die Erhaltung der Tierbestände lukrativ. Mittlerweile hat sich die Großwildjagd aber zum echten Problem für den Artenschutz entwickelt, ergibt eine neue Studie in „Conservation Biology“:

500 Löwen pro Jahr gibt Tansanias Regierung legal zum Abschuss frei. Die Quote halten die Forscher für deutlich zu hoch, denn längst gibt es nicht mehr so viele Trophäentiere. Mittlerweile werden nur noch halb so viele Löwen von Jägern erlegt wie im Jahr 1996.

Die Jagdquote sollte deshalb drastisch reduziert werden. Minus 70 Prozent, empfehlen die Wissenschaftler der Studie. So wie bisher darf’s jedenfalls nicht weitergehen, fordert auch die NGO Pro Wildlife:

Immer mehr Jäger gehen auf Löwenjagd, obwohl die starken Männchen immer seltener werden.

Die Löwen, die zum Abschuss frei gegeben werden, sollten ausserdem mindestens fünf Jahre alt sein. Problem: Gegen die verbreitete Korruption in Tansania werden gut gemeinte Vorschriften ohne Kontrolle wenig helfen.

Hintergrund: Trophäenjagd Löwen | PRO WILDLIFE.

Schreibe einen Kommentar

*

Blogeinträge

Häufige Stichworte

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019