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Alles Gen-Milch oder was?!

22.09.2010, von

Jetzt hat es Greenpeace auch von den Verfassungrichtern aus Karlsruhe bekräftigt bekommen. Es ist ok, bestimmte Marken aus dem Hause Müller als „Gen-Milch“ zu bezeichnen.

Die Karlsruher Richter bestätigten ein entsprechendes Urteil des Bundesgerichtshofs BGH vom März 2008. Danach hatte Greenpeace 2004 und 2005 die Verwendung gentechnisch manipulierter Futtermittel bei der Milchherstellung kritisiert und dabei die Marken der Unternehmensgruppe – Müller, Weihenstephan und Sachsenmilch – als „Gen-Milch“ bezeichnet. Dagegen klagte das Unternehmen nun bis zum Bundesverfassungsgericht mit dem Argument, das gentechnisch veränderte Futter führe zu keinen Veränderungen der Milch selbst.

Manchmal haben „Recht haben“ und „Recht bekommen „doch mal was miteinander zu tun. Greenpeace ist entzückt über die klaren Worte. Wo Gen drin ist soll auch Gen drauf stehen dürfen:
„Die Milchkühe für Müllermilch-Produkte oder deren Tochtermarke Weihenstephan werden mit Gen-Pflanzen gefüttert. Daher dürfen diese Produkte auch weiterhin ‚Gen-Milch‘ genannt werden,“ sagt eine Greenpeace-Mitarbeiterin. Ich meine: Müller hätte ja seine Produktionskette von gentechnischen Bestandteilen bereinigen können – und das Problem wäre vom Tisch gewesen. Doch Profitmaximierung sieht halt anders aus.

Quelle: Bundesverfassungsgericht: Greenpeace darf Müller-Milch „Gen-Milch“ nennen | Wissen | ZEIT ONLINE.

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