. .

Wem das Atomgutachten stinkt

17.09.2010, von

Alter Journalistentrick: „Jemand“ zu Wort kommen lassen. Interessant immer dann, wenn  wenig Konkretes zu haben ist. Wie im Fall des Ex-Verfassungsgerichtspräsidenten Hans-Jürgen Papier, der in letzter Zeit mit  spektakulären Rechtsgutachten von sich reden machten. Die AKW-Laufzeitverlängerung dürfe verfassungsgemäß nicht ohne Bundesrat beschlossen werden, hieß es da zum Beispiel sinngemäß. Oder die ARD dürfe auch das Internet mitnutzen, das damit nicht nur Spielwiese der Privatverleger ist. Solche Ergebnisse haben offenbar nicht allen gepaßt, jetzt wird unübersehbar gekrittelt.

„Unanständig“ nennt jemand aus Papiers Zunft die vielseitige Aktivitäten und taxiert den Preis solcher Expertisen auf einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag.

„Jemand“ findet das also unanständig. Soso. Geld hat Papier dafür auch noch genommen, nein, dieser Schlawiner. Tss.
War im Grunde überfällig, dass Hans-Jürgen Papier aus der konservativen Ecke angeschossen wird. Kenne übrigens jemand, der findet DAS unanständig.

Quelle: Hans-Jürgen Papier: Gutachter für jede Rechtsfrage – Hintergründe – Wirtschaft – FAZ.NET.

Schreibe einen Kommentar

*

Blogeinträge

Häufige Stichworte

 

Der SWR ist Mitglied der ARD.

Impressum | SWR ©2019