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Würfelspiel mit Artenvielfalt

15.09.2010, von

Dinosaurier - ausgestorben. Copyright Axel Weiss/SWR
Wir schreiben das Jahr der Biodiversität. Bis zu 30 Millionen Arten soll es geben. Weltweit. Noch. Viele kennen wir gar nicht und werden wir auch gar nicht mehr kennen lernen. Weil wir sie vorher ausrotten. Der jüngste Artikel in „telepolis“ hat das Thema gut angerissen und zusammengefasst, etwa mit Verweis auf den „Science“-Autor John Alroy:

Er stellt klar, dass ein Massensterben mehr bedeutet als nur einen Rückgang unter den Arten, es verändert nachhaltig die Umweltbedingungen und damit den gesamten Lebensraum aller Lebewesen. Es ist, als würde ein evolutionäres Würfelspiel stattfinden und wer am Ende langfristig überlebt, entscheidet sich erst, wenn die Würfel gefallen sind.

Rund 130 Arten sterben derzeit nach Schätzungen täglich aus. Die Konsequenzen dieses Massensterbens könnten noch dramatischer sein als  die Folgen der großen Artensterben der Erdgeschichte. Überdramatisiert? Immerhin verschwanden vor rund 400 Millionen Jahren vier Fünftel aller Meeresorganismen. Oder die Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren. Einfach weg. Nur dumm: Wir, oder besser: unsere Nachfahren, werden erst im Nachhinein wissen, was das durch unsere Umweltveränderungen ausgelöste Artensterben letztlich bewirkt hat. Ein Freilandexperiment mit ungewissem Ausgang.

Quelle: TP: Langfristig überleben.

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