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Tiefseebiotop wird abgebaut

31.08.2010, von

Wir haben zwar keine Ahnung, was sich noch alles an Lebewesen in der Tiefsee herumtreibt. Immer wieder gibt’s Überraschungen, sei es Riesenkraken oder auch erstaunlichste Fischarten. Klar ist auch: die Tiefsee ist nicht nur das größte, sondern auch das sensibelste Ökosystem des Planeten. Dennoch: hier lagern Rohstoffe in riesigen Mengen und deren Abbau wird immer mehr forciert. In den letzten acht Jahren wurden dafür mehr als 13 Milliarden Euro ausgegeben, damit haben sich die Investitionen versechsfacht, mit denen die untermeerischen Rohstoffe erkundet werden. Der Schatz in der Tiefe lockt:

Auf 34 Milliarden Tonnen Erz werden allein die sogenannten Manganknollen im zentralen Pazifik geschätzt. Das sind kartoffel- bis melonengroße Gesteinsbrocken auf dem flachen Meeresgrund in bis zu 5000 Metern Tiefe, auf denen sich im Laufe von Jahrmillionen metallische Schichten abgesetzt haben. Allein in der „Clarion-Clipperton-Zone“, einem Gebiet 4000 Kilometer westlich von Mexiko, das Deutschland von der Internationalen Meeresbodenbehörde zur Explorationlizenziert hat, lagert in den Knollen 50-mal so viel Kobalt wie weltweit pro Jahr verbraucht wird.

Und das Ökosystem? Wenn es läuft wie üblich, dann ist es bald schneller zerstört als wir es erforscht haben werden. #deutscherpessimismus

Quelle: heise online – China forciert Tiefsee-Forschung.

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