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CO2-Speicher bedroht Trinkwasser

23.08.2010, von

Beim Kampf gegen den Klimawandel wird auch darüber nachgedacht, das vor allem in Kohlekraftwerken entstehende Kohlendioxid abzutrennen,zu verflüssigen und im Erdboden zu speichern. Damit wäre es zwar (zumindest zeitweilig) der Atmosphäre entzogen. Doch das Verfahren ist umstritten, mit der Einlagerung entstehen womöglich neue Probleme. Wenn demnächst der Bundestag ein „CCS-Gesetz“ auf den Weg bringt, das die Einlagerung von Kohlendioxid regeln soll, dann werden die deutlichen Bedenken der Wasserversorger hoffentlich ernst genommen. Die Wasserwirtschaft befürchtet nämlich, dass das eingepresste Kohlendioxid salzhaltiges Wasser im jeweiligen Gestein verschieben und damit bisher salzfreie Trinkwasservorräte schädigen könnte.

Neben den vorgesehenen CO2-Lösungsvorgängen wird das Salzwasser durch das eingepresste CO2 zum Teil auch verdrängt, steigt nach oben und bedroht damit das Grundwasser.

Ist das Grundwasser aber erst mal versalzen, ist der Schaden kaum noch zu reparieren. Geld kann man nicht trinken: auch strenge Haftungsregeln machen versalztes Trinkwasser im Untergrund nicht erneut nutzbar.

Quelle: Telepolis enews: CO2-Einlagerung gefährdet Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser.

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