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Schadstoffe fürs Schutzgebiet

09.08.2010, von

Natterkopf im Schutzgebiet Großer Sand - Copyright SWR, Linda Brehm
Der „Große Sand“ am Mainzer Stadtrand, wie ihn meine Kollegin in dieser Bildergalerie wunderbar zeigt, ist der letzte Überrest eines riesigen Dünengebiets, das sich vor rund 10.000 Jahren im nördlichen Rheinhessen erstreckte. Hier leben Pflanzen und Tiere, die es sonst eher in südrussischen Steppen oder im Mittelmeerraum gibt. Aber: der Mainzer Sand ist bedroht. Erst zerschnitt ihn in den 60er Jahren eine Autobahn. Und jetzt das: Der BUND befürchtet eine Zerstörung des Gebiets durch Schadstoffeintrag.

Studien belegen, dass die enormen Stickstoffemissionen aus Verkehr und Industrie zu einer Verdrängung der ursprünglichen Flora führen. Ein Gutachten des Biologen Dr. Wolfgang Goebel zeigt, das der zu schützende Trockenlebensraum in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist und in den verbliebenen Resten Stickstoff liebende Pflanzen die ursprüngliche Vegetation verdrängen.

Es wäre wirklich bedauerlich, wenn die letzten Reste einer voreiszeitlichen Flora und Fauna verschwinden würden. Wie freilich der geplante Ausbau der A643 geschehen soll ohne Flächenverlust an den schützenswerten Flächen (Forderung des BUND RPL) ist mir ein Rätsel.

Quelle: „Das Juwel Deutschlands“ – SWR.de.

Kommentare zu „Schadstoffe fürs Schutzgebiet“

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  1. Elena
    schreibt am 23. August 2010 11:57 :

    Guter Bericht und tolle Fotos

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