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Mit dem Öl leben

10.07.2010, von

Der letzte Abend in Louisiana. Morgen geht’s früh zurück nach Deutschland. Meine Reise hat nicht nur viele Informationen gebracht, sondern vor allem ein Gefühl für die Atmosphäre hier. Mit dem Öl vor der Haustür leben sie – im doppelten Sinn. Mit fast 4000 Ölplattformen, von denen man einige durchaus vom Strand aus sehen kann. Mit dem Reichtum, den das „schwarze Gold“ bringt. Und jetzt eben auch mit dem schwimmenden Schlick und dem schwarzen Tod.
Die US-Regierung kriegt ihren Bohrstopp nicht bei den Gerichten durch. Die Richter meinten, die Gefahr solcher Bohrungen sei nicht hinlänglich begründet. Und ich frage mich, warum die eigentlich urteilen dürfen, ohne hier gewesen zu sein und sich den Schlamassel angesehen zu haben.
Immerhin weiß ich –nach dieser Reise jetzt auch: viele Menschen hier in Louisiana sind froh, dass die Richter so entscheiden. Sie kämpfen verbissen gegen das Öl aus dem Bohrloch, aber sie wollen gleichzeitig, dass weiter gebohrt wird. Sie wollen letztlich, dass alles wieder ist wie früher: die Umwelt sauber und das Geld vom Öl in der Kasse. Es ist vielleicht zu viel verlangt von ihnen zu sehen, dass das eine mit dem anderen zusammen hängt und man vielleicht auf Dauer nicht beides haben kann.

Kommentare zu „Mit dem Öl leben“

Es sind 2 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. uwe leier
    schreibt am 11. Juli 2010 18:19 :

    hallo,
    mein komentar ist eigentlich eher ine vorchlag….dieser wäre;man sollte versuchen den ungeheuren druck mit dem das öl aus dem loch ausströmt erstmal zu vermindern.indem man (bp)erneut ein oder mehrere bohrungen,um das eigentliche leck,vornimmt und mit diesen das erdöl kontroliert fördert.dann nochmal eine glocke über das leck setzt.selbst wenn letzteres wieder nicht funktionieren sollte könnte man eine art schadensbegrenzung machen.denn das kontrololiert gefördete rohöl würde nicht mehr ins meer strömen können.ich glaube dieser vorschlag würde zumindest teilweise funktionieren.
    über ein baldiges antwortschreiben ihrerseits,zu diesem vorschlag,würde ich mich sehr freuen.
    mfg uwe

  2. Roland Knabe
    schreibt am 12. Juli 2010 09:32 :

    Guten Morgen meine Damen und Herren!
    Ich finde die Informationspolitik der Presse und vor allen dingen von BP und der amerikanischen Regierung eine Schande für die gesamte Menschheit! Ich werde das Gefühl nicht los dass wir Beschi… werden das es knallt ! Alle Zahlen die gesagt werden , werde hinterher beschönigt! Warum?
    Weiß mann es nicht besser oder will mann den wahren Grund verheimlichen? Ich denke das die Katastrophe größer ist als mann zugibt! Ich hoffe für alle das es vieleicht stimmt was geschrieben wird , da ansonsten die Ausmasse der Umweltkatatrophe sehr schlimm für uns alle währe!
    Viele Grüße an alle
    Roland

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