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Kein Aufatmen für Buckelwale

25.06.2010, von

Immer noch leben manche Menschen und Völker direkt von der Jagd. Auch von der Wal-Jagd. Es ist ok, wenn’s dafür Ausnahmen beim Artenschutz gibt. Manchmal scheint die Bewahrung alter Traditionen aber eher ein Vorwand zu sein. Die Wal-und Delfin-Schutzgesellschaft jedenfalls meint, in Grönland würde mit falschen Behauptungen der Walschutz aufgeweicht.

Die WDCS hatte soeben die Ergebnisse einer Undercover-Recherche in Grönland vorgelegt, die beweisen, dass Wale im Auftrag von verarbeitenden Firmen und Supermärkten gejagt werden. Ebenso werden Wale an teure Luxusrestaurants in Touristenstädten verkauft.

Grönland hat dennoch am letzten Tag der diesjährigen IWC-Konferenz in Marokko den Abschuss von neun Buckelwalen genehmigt bekommen, verzichtet im Gegenzug auf die Jagd von 22 Zwerg- und 9 Finnwalen. Damit ist erstmals seit Jahren wieder die Jagd auf einige Buckelwale freigegeben. Fazit: Ja, wir leben im Jahr 2010. Nur verhalten wir uns teilweise noch wie im Mittelalter.

Mehr dazu: WDCS Deutschland.

Kommentare zu „Kein Aufatmen für Buckelwale“

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  1. Naturfreund
    schreibt am 29. Juni 2010 09:55 :

    Eigentlich müssten es mittlerweile alle begriffen haben, dass die Ausbeutung der Meeresbewohner eingegrenzt anstatt ausgeweitet werden muss. Aber wie immer haben Wirtschaftsinteressen Vorrang vor Umwelt- und Naturschutz. Erst wenn auch diese Walart komplett ausgestorben ist, werden es die Verantwortlichen vielleicht begreifen, dass die Jagdgenehmigung der Buckelwale eine Fehlentscheidung ist bzw. war. Gegen diese Misere nutzen auch der „Tag der Umwelt“ oder „Tag des Ozeans“ sowie das Jahr der Biodiversität rein gar nichts.

    Gruß Naturfreund

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