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Höllenbrand am Ackerrand

08.06.2010, von

Herkulesstaude - Copyright Axel Weiss

Wer diese Pflanze ungeschützt anfasst und danach Sonnenlicht auf die Haut bekommt, hat verloren: Brandblasen sind noch das wenigste, was der Kontakt mit dem Riesenbärenklau zur Folge hat. Ein Sauzeug ist das und mittlerweile recht verbreitet. „Heracleum mantegazzianum“ heißt die Pflanze auf schlau. Sie fühlt sich in vielen Biotopen wohl.

Sie steht etwa am Rand des Mainzer Stadtparks, auf rheinhessischen Ackerrandstreifen oder auch wie oben im Bild mitten auf einer Waldlichtung kurz vor der französischen Grenze. Die ausgewachsen bis zu drei Meter hohe Herkulesstaude, wie sie auch genannt wird,  hat sich ihren Platz in deutschen Landen erobert. Was also tun? Einfach abmähen wie heute in Mainz am Straßenrand gesehen und mit anderem Mähgut mischen ist völlig daneben. Wenn da einer reinfasst…

Abgemähte Herkulesstaude - Copyright Axel WeissAm Rand des saarländischen Litermont-Gipfelwegs sind mir zwei andere Varianten aufgefallen: alles gezielt abhacken oder großflächig Pestizide versprühen. Letzteres ist nicht gerade umweltfreundlich, vor allem nicht entlang eines vielbegangenen Natur-Wanderwegs. Hier sollen Kinder den nachhaltigen Umgang mit Natur lernen, nicht die chemische Keule im Einsatz sehen. (Und wenn schon Pestizide, dann bitte gezielt aufbringen. Ein Punkteinsatz von Roundup hat den gleichen Effekt, schont aber die Umgebung und ist billiger.) Pestizideinsatz gegen Herkulesstaude - Copyright Axel Weiss

Wie dem Riesenbärenklau am besten bei zu kommen ist – mit Sense und Spaten – zeigen die Kollegen von swr.de hier in einer Bildergalerie.

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