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Genmais und Gesetzesbruch

06.06.2010, von

Das kommt mir bekannt vor: Wieder mal taucht – hupsi – irgendwo Genmais auf, der da nicht hingehört. Und keiner war’s, niemand hat’s gesehen. Die Hersteller schon gar nicht. Och, so’n bisschen Erbgutschnipsel im Freiland, das macht doch nichts, oder? Ist zwar ungesetzlich, aber wen juckt’s? Hiesige Behörden offenbar nicht. Statt wie letztes Jahr in Frankreich sofort roden zu lassen, wenn illegal Genmais ausgesäht wird, scheinen deutsche Ämter beide Augen zu gemacht zu haben. Auf bis zu 3000 Hektar wächst jetzt Genmais der Firma Pioneer Hi-Bred, behauptet Greenpeace heute. Illegaler Genmais.

Das Saatgut wurde verkauft und ausgesät, obwohl das zuständige Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen seit Anfang März von der Verunreinigung wusste.

Ich glaube in Sachen Grüner Gentechnik schon lange nicht mehr an Zufälle, unglückliche Umstände oder ähnliches, dazu passieren solche „Missgeschicke“ zu häufig. Alte Methode, immer wieder gut: Fakten schaffen und dann ein bisschen zurückrudern, die Aufregung legt sich ja wieder.

Mehr dazu hier: Greenpeace, Nachrichten zum Thema Gentechnik.

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