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Die Welt wird immer einfältiger

20.05.2010, von

Und auch kurz vor dem Tag der Artenvielfalt am 22.5. gibt’s wieder eine Bestätigung dessen, was wir schon lange wissen: die Artenvielfalt nimmt weiter ab. Das sagt auch der „Global Biodiversity Outlook 3“, ein UN-Bericht, der kürzlich  in Nairobi vorgestellt wurde.

Fast ein Viertel der Pflanzenarten ist Schätzungen zufolge vom Aussterben bedroht. Die Populationsgröße von Wirbeltieren hat zwischen 1970 und 2006 durchschnittlich um fast ein Drittel abgenommen. Zu diesen Ergebnissen gelangt das Sekretariat des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt, Herausgeber des Berichts, durch Auswertung der nationalen Biodiversitätsberichte, die die Vertragsstaaten des Übereinkommens regelmäßig einreichen.

Ich glaube, demnächst registriere ich sowas schon gar nicht mehr. Oder bin ich da einfach nur Pessimist: Haben Berichte über das Artensterben oder gut gemeinte Appelle eigentlich irgendwelche Konsequenzen?

Hintergrund zum UN-Bericht beim Bundesumweltministerium: UN-Bericht: Biologische Vielfalt schwindet weltweit.

Kommentare zu „Die Welt wird immer einfältiger“

Es sind 3 Kommentare vorhanden. Ich möchte einen Kommentar verfassen.

  1. Energiefox
    schreibt am 23. Mai 2010 12:00 :

    In einem Forum hat man mich Umweltaktivist genannt. Ich würde sagen ich bin nur einer der täglich Müll sammelt (freiwilliger Müllpate, eine Idee aus Amerika) und gerne sieht wenn Straßenbegleitgrün geschont wird.
    Jetzt der große Trend überall Schotter und Kies in Gärten, sowie auf Friedhöfen. Einfach die
    die Natur in Ruhe lassen ist viel sinnvoller. Es blühen an den Straßenrändern tolle Wildblumen , bitte die nicht mit eigenem Rasenmäher wöchentlich abmähen. Das wird ja im Emsland (und auch bundesweit) gerne gemacht. Ein Foto aus Biene, wo Biene konsequenter Weise durchgestrichen ist, wo kaum noch Nahrung für diese Tiere am Straßenrand wächst. Nein, natürlich ist es ein Scherz, diese Bemerkung. Ich denke das Fernsehen oder wie hier U- wie Umwelt, die es ganz toll machen, sollten immer wieder berichten so geht es nicht weiter. Hier in Deutschland verschwinden viele Arten, weil die Leute es ja immer ordentlich haben wollen.

    Bitte liebe Fernseh – , Rundfunkanstalten sowie die Presse mal Dokus bringen über die Deutschen und die unnatürliche Ordnung in Gärten auf Friedhöfen, öffentlichen Plätzen usw. Artenverlust durch falschen Ordnungssinn.

    Dazu passt dann gar nicht überall Müll an deutschen Straßenrändern und zwar recht viel.

    In meinem Dorf ist bald Schützenfest, künstliche Blumen aus Papier und Draht überall zu sehen, doch die Wildblumen an Straßenrändern wurden fast überall großflächig abgemäht. Sogar auf dem Dorfplatz (Schützenfestplatz) ist ein kleiner Hügel hinter einem Glascontainer, der wurde sonst immer verschont wurde , jetzt aber auch da musste auch Ordnung her, die schönen Wildblumen wurden abgemäht.

    http://img215.imageshack.us/i/alleskahl.jpg/

    Das Foto rechts (23.05.2010) man sieht wie auch aussehen könnte, wenn man das Gras einfach am Straßenrand wachsen lassen würde. Die Stadt mäht 2 mal im Jahr die Straßenränder ab, da braucht der Bürger nicht noch zusätzlich mähen.

    Axel ich scheine auch ein Pessimist zu sein, da mir immer solche Sachen besonders bitter aufstoßen.

    Gruß Energiefox

    • Axel
      schreibt am 24. Mai 2010 23:49 :

      Hi Energiefox,

      bist Du ein Pessimist wie manche sagen? Mh. So wie ich Dich wahrnehme würde ich sagen: Du willst Dich nicht so leicht arrangieren mit Zuständen, die Du daneben findest. Das hat was sehr Positives. Angesichts der Vielzahl von kleinen und großen (Umwelt-)Problemen ist andererseits etwas Gelassenheit auf diesem Planeten nötig, um den Blick für die – durchaus vorhandenen – Schönheiten zu schärfen und beides zu sehen: Gutes wie Schlechtes. Mir fällt da dieser etwas abgegriffene, dennoch passende Satz ein: „Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Stay cool.

  2. Energiefox
    schreibt am 25. Mai 2010 18:29 :

    Hallo Axel ,
    cooler Spruch, ja stimmt schon letzte Zeit sehe ich mehr die fiesen Sachen. Besonders toll finde ich seit über einen Jahr singe ich im Kirchenchor und das macht unglaublich viel Spaß. Chor geht vor.
    Bin ja sonst nicht ganz so ein frommer Mensch im kath. Sinne, aber Singen ist wirklich unglaublich schön, da fällt mir der Gang zur Kirche leicht wenn Singen angesagt ist.

    Ja hab mir auch ein ganz schwieriges Stück Naturschutz rausgesucht, nämlich Schutz des Staßenbegleitgrüns und Müll.
    Also wenn ich das vorher gewusste hätte, ich glaub ich wäre damit nicht angefangen.
    Meine Eltern kommen aus dem Oldenburgischen Land und das sind Sturköppe, sagt man so. Heute habe ich mal mehr auf die schönen Seiten der Natur geachtet und die gibt auch noch. Doch so ein Sturkopp der läßt natürlich nicht locker.
    Gruß Fox

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